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Abbildung der Woche: 120

Karte der Krim mit blauen und gelben Scheren und Stempel
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Die Ukraine baut eine 120 Kilometer lange Wasserstraße, um die Krim vom ukrainischen Festland abzuschneiden.

Zumindest würden pro-kremlnahe Medien uns das glauben machen.

Mehrere russische und russischsprachige krimtatarische Medien, darunter RIA Novosti Krym, Kryminform, REN TV und Primechania, berichteten, dass der schiffbare Kanal entlang der Landenge von Perekop, die die annektierte Halbinsel mit dem ukrainischen Festland verbindet, durchgehend zwischen dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer verlaufen werde.

Es gibt nur einen Haken: Das staatliche Institut, das angeblich für das Projekt zuständig ist, die ukrainische Ukrgidroproyekt, erklärt, es habe noch nie von Plänen gehört, einen solchen Kanal zu bauen.

Auch die „Chefingenieurin“, die Interviews über das Projekt gab, Tetyana Lunina, scheint nicht zu existieren – jedenfalls nicht bei Ukrgidroproyekt.

Von Radio Free Europe/Radio Liberty kontaktiert, erklärte das Institut in einem Schreiben, dass „hier niemals eine Chefingenieurin namens Tetyana Lunina gearbeitet hat“.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass diese Desinformationsgeschichte nur zwei Wochen nachdem Präsident Wladimir Putin eine neue Brücke eingeweiht hatte, auftauchte, die Russland mit der Krim verbindet, welche Moskau 2014 völkerrechtswidrig von der Ukraine annektierte.

Weiterführende Lektüre:

http://euvsd.info/7wv2WNuN

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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