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Änderung der Terminologie in der EUvsDisinfo-Datenbank

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Nach einigen Einwänden gegen unsere Verwendung des Begriffs „desinformierendes Medium“ in unserer EUvsDisinfo-Datenbank haben wir beschlossen, diese Terminologie in „Medium, in dem die Desinformation erschien“ zu ändern.

Damit wollen wir den Punkt bekräftigen, den wir bereits in unseren öffentlichen Hinweisen hervorheben – auf unserer Website und in unserem wöchentlichen Desinformations-Überblick –, dass wir durch das Zitieren eines Beitrags eines Mediums nicht zwangsläufig unterstellen, dass das betreffende Medium mit dem Kreml verbunden ist oder pro-kremlnah ist oder dass es absichtlich zu desinformieren versucht hat. Wir beleuchten solche Fragen in den regelmäßigen analytischen Beiträgen, die wir auf unserer Website veröffentlichen, aber wir können und wollen in dieser Weise weder im Desinformations-Überblick noch in unserer Datenbank die Absicht jedes einzelnen Mediums und seiner Autorin bzw. seines Autors beurteilen. Unsere Absicht im Desinformations-Überblick ist es, die Botschaft hervorzuheben, nicht das Medium.

Ein wichtiger Teil unseres Mandats besteht darin, jede Woche auf die vielen Beispiele aufmerksam zu machen, wie die gängigsten pro-kremlnahen Desinformationsbotschaften ihren Weg in europäische Medien aller Couleur finden. Wir verwenden für diese falschen Botschaften den Begriff „Desinformation“, weil wir nach zweieinhalb Jahren, in denen wir pro-kremlnahe Medien täglich verfolgt haben, wissen, welche Desinformationsnarrative und -botschaften sie zu verbreiten versuchen.Wenn es Desinformation, die ihren Ursprung im pro-kremlnahen Ökosystem hat, gelingt, in ein solides westliches Medium vorzudringen, ist das einer der größten Erfolge der Desinformationskampagne – die Botschaft erhält plötzlich eine völlig neue Legitimität. Was daher aus der Sicht eines westlichen Mediums, das unbeabsichtigt eine Falschinformation verbreitet hat, als „Fehlinformation“ wahrgenommen werden kann, ist aus der Sicht des ursprünglichen Desinformanten, der sie erstellt und verstärkt hat, ganz eindeutig „Desinformation“.

Mit dieser Änderung unserer Kennzeichnung wollen wir die Art unserer Arbeit und unser Mandat genauer widerspiegeln.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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