DISINFO: Die Anschuldigungen gegen Russland wegen des Hacks des Bundestags folgen demselben Muster wie die Anschuldigungen über die Vergiftung in Salisbury.
SUMMARY
All diese Geschichten über einen Hacker namens Badin, der angeblich für die GRU arbeitet, folgen dem Stil von "höchstwahrscheinlich", wie sie es bei den Novichok [Angriffen] getan haben. […] Es ist ein deutscher Versuch, die Aufmerksamkeit der Kritiker abzulenken und den Bau von Nord Stream 2 abzuschließen.
RESPONSE
Unbelegte Behauptungen, die Russlands Verantwortung für Cyberangriffe auf das deutsche Parlament im Jahr 2015 verschleiern. Die deutsche Inlandsgeheimdienstbehörde sagte, dass Russland hinter einer Reihe von Angriffen auf deutsche staatliche Computersysteme, einschließlich des deutschen Parlaments im Jahr 2015, stehe. Laut den Berichten der deutschen Medienhat die Bundesanwaltschaft einen internationalen Haftbefehl gegen Dmitriy Badin erlassen, einen Hacker, der Berichten zufolge für den russischen Militärgeheimdienst in Zusammenhang mit dem Cyberangriff arbeitet. Die pro-Kremlin-Medien verwenden häufig den Begriff "sehr wahrscheinlich" in Bezug auf die Vergiftung in Salisbury, um die Versuche der britischen Behörden, die Verantwortung für den Einsatz des militärischen Nervengiftes auf britischem Boden zu klären, zu verspotten. Moskaus Beteiligung an der Vergiftung wurde durch eine umfassende Untersuchung nachgewiesen. Die britische Polizei hat eine solide Beweiskette mit Bildern präsentiert, die die Verdächtigen mit den Orten in dem Fall verbinden. Die Beweise waren ausreichend, um zwei russische Staatsangehörige, Anatoliy Chepiga und Aleksandr Mishkin wegen des Angriffs in Salisbury anzuklagen, beide russische Militärgeheimdienstmitarbeiter des GRU, die mit falschen Namen und Dokumenten ins Vereinigte Königreich reisten. Es gibt keine Beweise, die darauf hindeuten, dass die Ermittlungen zu den Cyberangriffen auf das deutsche Parlament in irgendeiner Weise mit dem Bau der Nord Stream 2-Pipeline verbunden sind. Die Behauptungen tauchten in derselben Fernsehsendung auf wie die Vorwürfe, dass Deutschland versuche, die Ermittlungen zu den Cyberangriffen als Vorwand, um nicht an der Siegesparade in Moskau teilzunehmenzu nutzen.