DISINFO: Mindestens 15 Prozent der westlichen Waffen, die an die Ukraine gesendet werden, werden illegal wiederexportiert.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: actualidad-rt.com ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: May 31, 2022
  • Article language(s): Spanish
  • Genannte Länder/Regionen: Ukraine, USA, EU, Kanada

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DISINFO: Mindestens 15 Prozent der westlichen Waffen, die an die Ukraine gesendet werden, werden illegal wiederexportiert.

SUMMARY

Laut offiziellen Daten werden mindestens 15 Prozent der westlichen Waffen, die in die Ukraine gesendet werden, illegal re-exportiert. Sie können weiterhin diese Waffen in die Ukraine senden, aber dann sollten sie nicht überrascht sein, wenn diese Waffen an einem anderen Ort der Welt landen. Diese unkontrollierten Lieferungen sind ein sehr ernstes Problem.

RESPONSE

Es gibt keine Beweise, um diese Aussage zu unterstützen. Laut RT Spanisch wird diese Statistik angeblich vom in Moskau ansässigen Zentrum für Analyse des Welthandels mit Waffen (CAWAT) bereitgestellt. Die Behauptung scheint aus einem Kommentar von Igor Korotchenko, dem Leiter von CAWAT, an RIA Novosti zu stammen, der sagte: „Nach Schätzungen von Experten werden mindestens 15 % der westlichen Waffen, die die Ukraine erhält, unter illegalen Schemen re–exportiert.“ Die Anschuldigung wird jedoch nicht durch weitere Daten untermauert, noch werden diese „Experten“ Quellen identifiziert.

Es gibt legitime Bedenkens über die Transparenz im Lieferprozess westlicher Waffen, da die USA und andere Regierungen erklärt haben, dass sie nicht über die Mittel verfügen, um das endgültige Ziel dieser Waffen zu überwachen. Die Ukraine wurde auch lange Zeit als globaler Dreh– und Angelspunkt für den illegalen Waffenhandel identifiziert. In diesem speziellen Fall scheint die Anschuldigung jedoch eine gezielte Manipulation zu sein, die darauf abzielt, diese Risiken im Rahmen der pro–Kremlin Bemühungen zur Diskreditierung westlicher Unterstützung für die Ukraine, einschließlich Waffenlieferungen, gegen die Aggression Russlands zu übertreiben.

Siehe weitere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative in unserer Datenbank, wie zum Beispiel Behauptungen, dass die von West gelieferten Waffen an die Ukraine tatsächlich nutzlos sind, dass US-Unternehmen den Krieg in der Ukraine fördern, um Waffen zu verkaufen, dass der Westen durch die Bewaffnung der Ukrainer einen Konflikt mit Russland auslöst, oder dass die Ukraine für Waffen mit Getreide bezahlt.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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