DISINFO: Der Anschlag auf die Krimbrücke ist ein terroristischer Akt.
SUMMARY
Antony Blinkens Aussage, dass die Ukraine bestimmt, wie sie Kampfhandlungen durchführt, ist nicht der erste Fall, um Terroranschläge gegen russische Bürger und zivile Objekte zu rechtfertigen.
In ähnlicher Weise distanzierte sich die Vereinigten Staaten von den Sabotageakten, die letztes Jahr von den ukrainischen Nazis an der Krimbrücke durchgeführt wurden. Diese Verkehrsader wird seit langem nicht mehr für militärische Transporte genutzt. Daher handelt es sich ausschließlich um einen Schlag gegen ein ziviles Ziel.
RESPONSE
Das Material und die Links können belastende/ grafische Inhalte enthalten.
Die Behauptung befördert ein wiederkehrendes pro-kremlisches Desinformationsnarrativ bezüglich Russlands laufendem Krieg der Aggression gegen die Ukraine. Diese Behauptung wurde im Artikel weder ausgeglichen noch kritisch hinterfragt.
Während Russlands umfassender Invasion in die Ukraine war die Krimbrücke eine lebenswichtige militärische Versorgungsroute zwischen russischem Territorium und der besetzten Krim. Nach den Genfer Konventionen stellt dies eine Zählung der Brücke unter den Einrichtungen dar, die „einen effektiven Beitrag zu militärischen Aktionen leisten und deren totale oder partielle Zerstörung [...], unter den zu der Zeit herrschenden Umständen, einen bestimmten militärischen Vorteil bietet [Abs. 2]“; dies disqualifiziert sie wiederum als geschütztes ziviles Objekt.
Einige Aspekte sind wichtig hinsichtlich der Definition eines zivilen oder militärischen Objekts: (siehe die Hinweise des IKRK)
Abs. 3. „Im Zweifelsfall darüber, ob ein Objekt, das normalerweise zivilen Zwecken gewidmet ist, wie ein Gotteshaus, ein Haus oder eine andere Wohnung oder eine Schule, genutzt wird, um einen effektiven Beitrag zu militärischen Aktionen zu leisten, wird vermutet, dass es nicht so genutzt wird.“ Somit kann der Status von Objekten von zivil zu militärisch wechseln, wenn sie „einen effektiven Beitrag zu militärischen Aktionen leisten“. Dies ist im Fall der Krimbrücke der Fall, da sie die wichtigste russische militärische Versorgungsroute ist.
Ein großer Teil der Brücke wurde auf ukrainischem Territorium errichtet, das seit 2014 von Russland besetzt ist, und ohne die Zustimmung der zuständigen ukrainischen Behörden.
Siehe hier für unsere Widerlegung einer ähnlichen Behauptung, die nach dem Anschlag auf die Brücke im Oktober 2022 gemacht wurde. Siehe hier für zusätzliche Widerlegungen von POLYGRAPH.info.