DISINFO: Die Krim kehrte nach mehr als 95% Zustimmung zu Russland zurück.

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DISINFO: Die Krim kehrte nach mehr als 95% Zustimmung zu Russland zurück.

SUMMARY

Die Krim kehrte nach einem Referendum im März 2014 zu Russland zurück, 96,77% der Krim-Bewohner und 95,6% der Bewohner von Sewastopol stimmten für den Beitritt zu Russland.

RESPONSE

Wiederkehrende pro-Kremlin-Desinformationsnarrative über die illegale Annexion der Krim, die behaupten, dass die Krim durch ein rechtmäßiges Referendumfür den Beitritt zu Russland gestimmt habe.

Kein internationales Gremium erkennt das sogenannte Referendum auf der Krim an. Die UN-Generalversammlung hat eine Resolution mit dem Titel „Territoriale Integrität der Ukraine“ angenommen, in der festgestellt wird, dass das Referendum in der Krim nicht gültig war und nicht als Grundlage für eine Veränderung des Status der Halbinsel dienen kann. Am 17. Dezember 2018 bestätigte die UN-Generalversammlung ihre Nichterkennung der illegalen Annexion der Krim.

Der Council on Foreign Relations listet einen wichtigen rechtlichen Grund für die Illegitimität des Krim-Referendums auf: Änderungen des Territoriums der Ukraine müssen durch ein Referendum des gesamten ukrainischen Volkes genehmigt werden. Die Cambridge International Law Journal stellt fest, dass es eine Vielzahl von Gründen gibt, warum Abspaltungen legal sein könnten: (1) wenn die betroffenen Menschen unter Dekolonisierung stehen; (2) wenn es durch die Gesetzgebung des Mutterstaates vorgesehen ist; (3) wenn ein von einem bestimmten Volk bewohntes Gebiet nach 1945 besetzt oder annektiert wird; (4) die Separatisten constitutieren ein "Volk"; (5) der Mutterstaat flagschiff menschliche Rechte verletzt; (6) es dürfen keine anderen wirksamen Rechtsmittel nach nationalem oder internationalem Recht bestehen, wenn eine der oben genannten Bedingungen erfüllt ist. Im Fall von Ukraine und Krim wurden jedoch keine dieser Bedingungen erfüllt.

Die Europäische Union erkennt dies nicht an und verurteilt diese Verletzung des Völkerrechts weiterhin aufs Schärfste, die eine Herausforderung für die internationale Sicherheitsordnung bleibt. Als Reaktion auf die illegale Annexion der Krim hat die EU restriktive Maßnahmen gegen die Russische Föderation verhängt. Im Juni 2020 beschloss der Europäische Rat, die Sanktionen zu erneuern, die als Reaktion auf die illegale Annexion der Krim und Sewastopols durch die Russische Föderation bis zum 23. Juni 2021 eingeführt wurden.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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