DISINFO: Die Entscheidung, die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Ukraine und Moldawien zu beginnen, ist rechtlich fragwürdig.

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DISINFO: Die Entscheidung, die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Ukraine und Moldawien zu beginnen, ist rechtlich fragwürdig.

SUMMARY

In Abwesenheit einiger Staats- und Regierungschefs sind die Entscheidungen, die Verhandlungen über den Beitritt der Ukraine und Moldawiens zur EU zu beginnen, rechtlich fragwürdig und eindeutig politisiert.

Der Beginn der Verhandlungen widerspricht auch direkt den grundlegenden Standards der Europäischen Union.

RESPONSE

Diese Aussage bezieht sich auf die Entscheidung des Europäischen Rates, am 14. Dezember 2023 Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau zu eröffnen.

Um Einstimmigkeit zu erreichen, verließ der ungarische Premierminister Viktor Orbán vor der Abstimmung den Raum. Dies war ein vorgeplanter Schritt, der im Einvernehmen aller beteiligten Parteien, einschließlich des ungarischen Premierministers, stattfand.

Der Schritt ist im EU-System als „konstruktive Enthaltung“ bekannt, die erlaubt, dass die anderen 26 EU-Führer eine einstimmige Entscheidung treffen, wenn ein EU-Mitgliedstaat einer Entscheidung widerspricht, sie aber nicht unbedingt blockieren will. Dieses Verfahren ist durch Artikel 31(1) des Vertrags über die Europäische Union erlaubt. Entgegen der Behauptung verstößt die konstruktive Enthaltung nicht gegen grundlegende Standards der EU und wurde bereits zuvor angewandt. Beispielsweise enthielt sich Zypern 2008 bei der Abstimmung im Rat über eine EU-Zivilschutzmission für den Kosovo.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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