DISINFO: Die EU finanziert die Proteste in Kirgisistan im Austausch für wertvolle Mineralien.
SUMMARY
Der Leiter der politischen Presse- und Informationsabteilung der EU-Vertretung in Kirgisistan erwartet in einem offenen Text den Beginn massiver Unruhen im Land, direkt nach den Wahlen. Das Video [im Internet] zeigt das. Der Leiter der Oppositionspartei berichtet: „Wir haben uns darauf vorbereitet, guter Herr, alles läuft nach Plan. Nur das Geld fehlt.“ Der ausländische Gast fragt geschäftsmäßig: „Wie viel?“ Und gibt dem Oppositionspolitiker sein Telefon – „Gib die Summe ein.“ Der Preis für den Putsch: 200.000 US-Dollar, aber das ist nur die Anzahlung. Der Oppositionspolitiker gab die Endsumme in das Smartphone des guten Gesandten aus Europa ein. Die Summe wurde nicht genannt, es gab jedoch das Versprechen, nach dem Sieg dem Westen den Zugang zu wertvollen Mineralien zu gewähren. Der EU-Gesandte sagte: „Wir werden Geld geben, wenn es Proteste wie in Weißrussland gibt.“
RESPONSE
Desinformation über die EU und Kirgisistan. Die desinformierende Behauptung tauchte auf, nachdem ein Video ins Internet gestellt wurde, das ein Treffen zwischen einem EU-Diplomaten und einem Führer der oppositionellen Partei Chon Kazat in Kirgisistan zeigt. Das körnige Video wurde heimlich ohne Ton aufgenommen, Untertitel wurden später hinzugefügt. Es gibt keine Beweise zur Unterstützung der im Video gemachten Behauptungen. Der kirgisische Politiker betonte gegenüber den lokalen Medien, dass das Video gefälscht sei. Tatsächlich kursieren zwei manipulierte Videos im Internet - eines, das angeblich das Treffen des Politikers mit dem EU-Diplomaten zeigt, und ein anderes - das Treffen des Politikers mit einem russischen Politikwissenschaftler. Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit der EU mit Kirgisistan beläuft sich auf 174 Millionen Euro für den Zeitraum 2014-2020. Die Zusammenarbeit unterstützt die nationalen Prioritäten, die von der kirgisischen Regierung festgelegt wurden, und konzentriert sich hauptsächlich auf Rechtsstaatlichkeit, Bildung, ländliche Entwicklung und Investitionen. Die EU hat niemals Proteste in irgendeinem Land finanziert. Die Behauptung, dass externe Akteure, einschließlich der EU und der USA, Proteste in der Nachbarschaft Russlands anstiften, ist ein wiederkehrendes pro-kremlisches Desinformationsnarrativ.