DISINFO: Die Entscheidung der EU, Sputnik V nicht zu beschaffen, ist unverständlich.

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DISINFO: Die Entscheidung der EU, Sputnik V nicht zu beschaffen, ist unverständlich.

SUMMARY

Während die zweite Welle der Coronavirus-Pandemie tobt, weigert sich die EU hartnäckig, den Sputnik V-Impfstoff, der vom renommierten Gamaleya-Institut entwickelt wurde, in die Liste der Impfstoffe aufzunehmen, die sie im Kampf gegen COVID-19 beschafft. Die EU politisiert die Bemühungen zur Bekämpfung des Virus, während sie gleichzeitig Mitgliedstaaten, die den russischen Impfstoff bestellen, mit Sanktionen droht.

RESPONSE

Dieser Artikel ist Teil einer pro-kremlischen Desinformationskampagne zur Unterstützung des russischen Impfstoffs Sputnik V gegen das Coronavirus.

Es wurde weithin berichtet, dass die Tests nicht abgeschlossen waren, bevor Russland beschloss, Informationen über Sputnik V zu veröffentlichen. Skepsis kommt hauptsächlich aus professionellen und wissenschaftlichen Kreisen, nicht von westlichen Beamten oder Pharmaunternehmen. Darüber hinaus wird die Funktionsweise des Impfstoffs sogar von Spezialisten direkt aus Russland in Frage gestellt. Es gibt auch Beweise dafür, dass Russland zu jeder Zeit die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs hauptsächlich in Bezug auf geopolitischen und wirtschaftlichen Gewinn wahrgenommen hat.

Aktuell gibt es 30 Impfstoffe in klinischen Studien am Menschen, und mindestens 90 präklinische Impfstoffe werden aktiv an Tieren untersucht. Erst kürzlich hat ein US-Unternehmen bei der FDA eine Notfallgenehmigung beantragt.

Was die Möglichkeit betrifft, dass die EU Sanktionen gegen Mitgliedstaaten verhängen wird, weil sie Sputnik V beschaffen, so ist das einfach nicht wahr. Brüssel hat Ungarn davor gewarnt, den COVID-19-Impfstoff Russlands zu verwenden, da ein solcher Schritt Sicherheitsbedenken aufwerfen und das Vertrauen in potenzielle Impfstoffe beschädigen könnte. Darüber hinaus wurde Sputnik V nicht von der Europäischen Arzneimittel-Agentur überprüft.

Die gleiche Desinformationskampagne umfasst Äußerungen wie "Westliche Angriffe auf den russischen Coronavirus-Impfstoff sind ein wirtschaftlicher Kalter Krieg gegen die Menschheit" oder "Der russische Fortschritt beim COVID-19-Impfstoff ist für den Westen eine empörende Herausforderung".

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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