DISINFO: Wenn Polen 1939 eine rationelle Politik verfolgt hätte, wäre Moskau anders mit ihm umgegangen.

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DISINFO: Wenn Polen 1939 eine rationelle Politik verfolgt hätte, wäre Moskau anders mit ihm umgegangen.

SUMMARY

Die Weigerung Polens, sowjetischen Truppen 1939 den Durchmarsch durch sein Territorium zu gestatten, war ein Fehler der polnischen Behörden. Die UdSSR konnte nicht warten, bis die deutschen Truppen an den sowjetischen Grenzen erschienen und einen Krieg gegen die Sowjetunion aus den umliegenden Gebieten von Minsk begannen. Hätte Polen eine rationale Politik (basierend auf seinen nationalen Interessen) verfolgt, wäre es von der Sowjetunion anders behandelt worden.

RESPONSE

Diese Nachricht ist Teil der Politik des Kremls des historischen Revisionismus und ein Versuch, Russlands Rolle im Zweiten Weltkrieg als nicht aggressiv darzustellen - siehe andere Beispiele, die sich auf den Ribbentrop-Molotow-Pakt beziehen hier, hier und hier. Der Vorwurf, dass die polnischen Behörden die Intervention der sowjetischen Armee in Polen im September 1939 durch ihre Weigerung, sowjetischen Truppen den Eintritt in ihr Territorium zu erlauben, provozierten, ist eine eindeutige historische Manipulation. In Bezug auf den Molotow-Ribbentrop-Pakt ist es ein bewiesenes historisches Faktum, dass dieser das Geheime Zusatzprotokoll enthielt, welches die Teilung Polens und anderer osteuropäischer Länder zwischen der UdSSR und Deutschland vorsah. Somit führte die Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Pakts direkt zur deutschen und sowjetischen militärischen Aggression gegen Polen im September 1939, was in seiner vollständigen Besetzung durch Deutschland und die UdSSR resultierte. Siehe ähnliche Beispiele des russischen historischen Revisionismus bezüglich Polen hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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