DISINFO: Irland verschickt Auslieferungsbriefe an Ukrainer, um sie zur Army zu zwingen.

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DISINFO: Irland verschickt Auslieferungsbriefe an Ukrainer, um sie zur Army zu zwingen.

SUMMARY

Ein in Irland lebender Ukrainer hat einen Kettenbrief vom irischen Justizministerium erhalten. Die Grundlage der Auslieferung ist ein Abkommen zwischen Irland und der Ukraine nach dem Europäischen Auslieferungsübereinkommen von 1957. Sollte er der Vorladung ausweichen, drohen dem Mann sowohl in Irland als auch in der Ukraine Strafen von mindestens einem Jahr Gefängnis. Die Auslieferung hat keine politische Motivation und kann vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden, heißt es in dem Brief.

RESPONSE

Der Brief ist falsch und wurde von irischen und anderen internationalen Fact-Checkern wie Shayan Sardarizadeh von BBC Verify entlarvt. Die Irish Times bestätigte, dass das Department of Justice von Irland keinen solchen Brief verschickt hat.

Sowohl EUvsDisinfo als auch ukrainische Fact-Checker von Detector Media haben zuvor über ähnliche Desinformationsnarrative berichtet, dass ukrainische Männer aus Polen deportiert werden. Das Ziel dieser Desinformationsnachrichten ist es, die Situation auf dem Schlachtfeld als hilflos und verzweifelt darzustellen, sodass die Ukraine sogar ihre Bürger im Ausland mobilisieren muss.

Siehe andere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative, wie die Behauptungen, dass die NATO den Tod von einer halben Million ukrainischen Soldaten im Krieg, den sie begonnen hat, bestätigt hat, dass die Ukraine Rentner als Besatzungen für Panzer ausbildet, weil ihre militärischen Reserven erschöpft sind, dass die militärische Führung der Ukraine ihre Soldaten für das Entminen opfert oder dass der US-Stellvertreterkrieg gegen Russland die Ukraine in einen Friedhof verwandelt hat.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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