DISINFO: Es ist unklar, wer wirklich Sergei und Yuliya Skripal vergiftet hat.
SUMMARY
Sergei und Yuliya Skripal wurden am 4. März 2018 bewusstlos in Salisbury, Großbritannien, aufgefunden und mit Symptomen einer Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. Es ist nach wie vor unklar, von wem und unter welchen Umständen der ehemalige russisch-britische Doppelagent und seine Tochter tatsächlich vergiftet wurden.
RESPONSE
Wiederkehrende pro-Kremlin Desinformationsnarrative über die Salisbury-Giftanschläge. Nach einer Anhörung im Court of Protection erließ der britische High Court Justice David Williams ein genehmigtes Urteil darüber, was den Skripals etwa drei Wochen nach ihrer Vergiftung im März 2018 zugestoßen war. Die britische Polizei hat eine solide Beweiskette im Skripal-Fall präsentiert, mit Bildern, die die Verdächtigen mit den Orten im Fall verbinden. Ein Teil des Materials wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Beweislage war ausreichend, um zwei russische Staatsangehörige, Anatoliy Chepiga und Aleksandr Mishkin wegen des Angriffs auf die Skripals anklagen, beide russische Militärgeheimdienstmitarbeiter des GRU, die mit falschen Namen und Dokumenten in das Vereinigte Königreich eingereist waren. Nach diesem Angriff informierte das Vereinigte Königreich die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), lud sie ein, die Identität des beteiligten Stoffes zu bestätigen, und informierte die Mitglieder des Sicherheitsrates. Die unabhängigen ExpertLabors der OPCW bestätigten die Identifizierung des Russlands produzierten Novichok-Nervengifts durch das Vereinigte Königreich, insbesondere die Reinheit des Toxins, und betonten, dass das OPCW-Team “unabhängig arbeitete und nicht in die nationale Untersuchung der britischen Behörden involviert war", um die Integrität der Prüfungen und Ermittlungen zu gewährleisten. Das pro-Kremlin-Narrativ behauptet, dass die Skripal-Geschichte "begonnen hat, vergessen zu werden". Tatsächlich wurde die offizielle Bewertung des Vorfalls durch das Vereinigte Königreich von 28 anderen Ländern unterstützt, die ähnlich reagierten. Insgesamt wurden eine beispiellose Anzahl von 153 russischen Diplomaten weltweit ausgewiesen. Siehe weitere Desinformationsfälle zu den Skripals' Salisbury-Giftanschlägen.