DISINFO: Kiew könnte ein militärisches "Abenteuer" im Donbass starten und die Situation in Berg-Karabach ausnutzen.

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DISINFO: Kiew könnte ein militärisches "Abenteuer" im Donbass starten und die Situation in Berg-Karabach ausnutzen.

SUMMARY

Russland drängt auf eine diplomatische Lösung in Berg-Karabach. Kiew geht davon aus, dass Russland sich nicht für die Republiken Donezk und Luhansk einsetzen oder möglicherweise zu spät reagieren würde. Diese Annahme könnte die Ukrainer dazu bringen, bald einen Angriff zu starten. Der ukrainische Propagandist Alexander Kushnar hat bereits für eine offensive “Azeri-Art” plädiert, um die Republiken im Donbass und sogar die Krim zu erobern.

RESPONSE

Eine wiederkehrende pro-Kreml Erzählung darüber, dass die Ukraine den Konflikt um Berg-Karabach auszunutzen versucht, um im Donbass Vorteile zu erzielen.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Konflikt um Berg-Karabach und dem Krieg in der Ukraine. Die jüngste Eskalation in der Region Berg-Karabach ist eine Fortsetzung des jahrzehntelangen Konflikts zwischen Aserbaidschan und Armenien, während der Krieg im Osten der Ukraine ein gut dokumentierter Akt laufender Aggression durch die russischen Streitkräfte seit Februar 2014 ist.

Im Donbass wurde im Juli 2020 ein Waffenstillstand eingerichtet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte mehrfach, dass die Erlangung eines vollständigen, umfassenden und langfristigen Waffenstillstands eine der Schlüsselprioritäten der ukrainischen Regierung ist.

Die Ukraine äußerte Unterstützung für die territoriale Integrität Aserbaidschans, forderte jedoch eine friedliche Lösung und erklärte, dass sie die Bemühungen der Co-Vorsitzenden der OSZE-Minsker Gruppe unterstützt - zu der auch die Russische Föderation gehört.

Basierend auf den täglichen Berichten der OSZE-Monitoringmission in der Ukraine hat die Zahl der Waffenstillstandsverletzungen im Donbass nach der Eskalation des Konflikts um Berg-Karabach nicht signifikant zugenommen. Daher kann nicht bewiesen werden, dass die Ukraine als Antwort auf den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan den Druck auf die Region erhöht hat.

Seit der Veröffentlichung des Artikels von News Front haben Armenien, Aserbaidschan und Russland eine Friedensvereinbarung unterzeichnet.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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