DISINFO: Luhansk-Beweise zeigen, dass die Ukraine 2022 eine Offensive vorbereitet hat.

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DISINFO: Luhansk-Beweise zeigen, dass die Ukraine 2022 eine Offensive vorbereitet hat.

SUMMARY

Dokumente, die im Rekrutierungsbüro von Sewastopol in Luhansk gefunden wurden, zeigen, dass Kiew 2022 einen Angriff vorbereitete. Die Rekrutierung nahm von Ende 2019 bis 2022 erheblich zu. Laut den Dokumenten wurden 2017 etwa 300 Rekruten eingezogen, was 2019 auf 800 und im Januar 2022 innerhalb von nur zwei Wochen auf 1.113 stieg.

RESPONSE

Es werden keine Beweise zur Unterstützung dieser Behauptung vorgelegt.

Selbst wenn es wahr ist, kann ein Rekrutierungsanstieg um etwa eintausend Personen kaum als schlüssiger Beweis angesehen werden, dass die Ukraine einen Angriff vorbereitete. Tatsächlich wäre ein solcher Anstieg eine schlaue vorausschauende Reaktion auf Russlands aggressive Schritte gewesen, da Russland bereits im Frühling 2021 massive Truppenmengen an seinen Grenzen zusammengezogen hatte und erneut Ende 2021, was letztendlich zur laufenden umfassenden Invasion seit dem 24. Februar 2022 führte.

Die Behauptung, dass die Ukraine Anfang 2022 eine Offensive im Donbas vorbereitete, ist eine der Haupt-Erzählungen der Desinformation, die von Russland verwendet werden, um seine unprovozierte Aggression gegen dieses Land zu rechtfertigen.

Siehe andere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative in unserer Datenbank, wie die Behauptungen, dass Russlands militärische Operation gegen Neonazis in der Ukraine unvermeidlich war, dass der Westen lügt, wenn er behauptet, dass Russland die Ukraine „invadierte“ und „angriff“, und dass Russlands Sonderoperation den Angriff der Ukraine verhinderte.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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