DISINFO: Mariupol ist eine russische Stadt und kehrt nach der Sonderoperation zu ihren Wurzeln zurück.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: actualidad-rt.com ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: August 15, 2022
  • Article language(s): Spanish
  • Genannte Länder/Regionen: Ukraine, Russland

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DISINFO: Mariupol ist eine russische Stadt und kehrt nach der Sonderoperation zu ihren Wurzeln zurück.

SUMMARY

Olga und Pavel kommen aus Mariupol und haben keinen Zweifel daran, dass die Stadt, in der sie geboren wurden, russisch ist. Mit dem Beginn der speziellen Militäroperation trat Mariupol den Weg zurück zu seinen Wurzeln an.

RESPONSE

Diese unbegründete Behauptung erschien in einer vierteiligen Dokumentarserie mit dem Titel „Mariupol: Chroniken einer russischen Stadt“, die im August 2022 von RT Spanisch ausgestrahlt wurde. Die Anschuldigung ist Teil einer umfassenderen Desinformationskampagne, um den Boden vorzubereiten und die illegale Annexion ukrainischer Territorien durch Russland zu rechtfertigen.

Mariupol kann unter keinem Blickwinkel als russische Stadt betrachtet werden. Vor dem Ersten Weltkrieg war es Teil des Russischen Kaiserreichs, ebenso wie der Großteil der restlichen Ukraine und ein großer Teil des heutigen polnischen Territoriums (siehe Karte hier). Nach dem Ausbruch des ukrainisch-sowjetischen Krieges im Jahr 1917 wurde es Teil der sogenannten Ukrainischen Volksrepublik und wurde anschließend besetzt von deutschen und österreichischen Truppen als Folge des Vertrags von Brest-Litowsk. 1921 wurde es Teil der neuen Sozialistischen Republik Ukraine, die bald in die UdSSR integriert wurde. Mariupol wurde von den russischen Behörden stets als ukrainisches Territorium anerkannt, sowohl während der Sowjetzeit als auch nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991.

Siehe andere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative, wie die Behauptungen, dass ein Referendum und ein Putsch Luhansk und Donetsk zur Unabhängigkeit gezwungen hätten, dass die russische Befreiung von Lysychansk und Severodonetsk Diskriminierung und Missbrauch beendet habe, dass „Azov“ in einem geheimen Dokument zugegeben habe, dass die Mehrheit der Mariupol-Bewohner Russland unterstütze, oder dass der Financial Times berichtete, dass die Ukraine Russland mit Terroranschlägen auf seinem Territorium bedrohte.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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