DISINFO: Die NATO bricht die Versprechen, dass Estland ein passives Mitglied des Bündnisses sein wird.

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DISINFO: Die NATO bricht die Versprechen, dass Estland ein passives Mitglied des Bündnisses sein wird.

SUMMARY

Die Militärübung mit US-Beteiligung in Estland ist eine echte Provokation. Wenn wir Truppen auf unserem Territorium verlegen, wird das als Bedrohung für alle Länder angesehen, und die Tatsache, dass sie ihr Kontingent nach Estland geschickt haben, wird als normal betrachtet. Und einmal haben sie versprochen, dass dieses Land ein passives NATO-Mitglied sein würde, und jetzt wird es in ein aktives Ziel für einen möglichen Vergeltungsschlag verwandelt.

Mit solchen Aktionen versuchen die Vereinigten Staaten, Russland zu provozieren, "eine Handlung vorzunehmen", um dann Moskau der Aggression zu beschuldigen und restriktive Maßnahmen gegen es einzuführen.

Die baltischen Staaten fordern insgesamt die NATO-Länder auf, im Verteidigungsbereich zusammenzuarbeiten und an gemeinsamen Übungen teilzunehmen, unter dem Vorwand, dass es angeblich eine ständige "Bedrohung" von Russland gibt.

Gleichzeitig hat Moskau wiederholt erklärt, dass es nicht beabsichtigt, jemanden anzugreifen, und an einer ruhigen Situation an den Grenzen interessiert ist. Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat bereits erklärt, dass die NATO in Wirklichkeit sehr wohl versteht, dass Moskau nicht angreifen will, und einfach eine mythische Bedrohung nutzt, um Waffen zu verkaufen und so viel Ausrüstung wie möglich entlang der russischen Grenzen zu stationieren.

RESPONSE

Der Artikel nutzt einen klassischen pro-Kremlin-Trick: einen Kern von Wahrheit nehmen (die Übung findet tatsächlich statt) und ihn in eine Desinformationsnarrative einwickeln, die ihrer Weltanschauung entsprechen. Die Hauptnarrative im Artikel sind:

  • die NATO-Übung ist eine Provokation;

  • wenn Russland reagiert, wird Moskau der Aggression beschuldigt;

  • das Abhalten solcher Übungen zeigt, dass der Westen Doppelstandards hat;

  • es wurde versprochen, dass Estland ein passives NATO-Mitglied sein würde;

  • die baltischen Staaten sind aktiv in der NATO aufgrund der ständigen "Bedrohung" durch Russland;

  • Moskau hat erklärt, dass es niemanden angreifen wird;

  • Estland ist ein Ziel eines möglichen Vergeltungsschlags durch Russland.

In der Vergangenheit hat die pro-Kremlin-Medien auch Spottverwendet (Estlands Raketen sind ein Spielzeug), Russophobie (die Baltischen säen Panik) und Drohungen (Russland hat 70 neue Militärbasen in der Nähe der Grenze). Was die NATO angeht, wurde sie als Aggressor dargestellt, der von den Einheimischen gehasst wird und Estland nicht verteidigen wird.

In Wirklichkeit ist die NATO ein Verteidigungsbündnis, dessen Zweck es ist, ihre Mitgliedstaaten zu schützen. Während des Warschauer Gipfels im Juli 2016 hat die NATO klar gemacht, dass:

"Das Bündnis sucht keine Konfrontation und stellt keine Bedrohung für Russland dar".

Die Übungen Swift Response sind Teil der größeren Übung Defender Europe 2021. Der Zweck der Übungen ist "die strategische und operationale Einsatzbereitschaft zu steigern, während die Interoperabilität zwischen den US- und NATO-Partnerkräften in Europa verbessert wird". Die USA informierten Russland im Voraus über die Übung. Militärattachés, darunter auch Russlands, wurden zur Teilnehmung an der Übung in Estland eingeladen.

Estland ist ein volles Mitglied der NATO, es trägt zu den Missionen des Bündnisses in Afghanistan und Irak bei. Das Bündnis hat nie versprochen, dass Estland oder ein anderes Mitgliedsland “passiv” sein wird. Dieses Narrativ erinnert an den anderen Mythos, dass die westlichen Länder versprochen haben, dass die NATO sich nicht nach Osten ausdehnen werde.

Lesen Sie auch verwandte Geschichten: Die USA und die NATO provozieren einen bewaffneten Konflikt im Donbas; Die Aktionen der NATO sind offen anti-russisch; Russland verlegt Truppen zur Verteidigung gegen die NATO.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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