DISINFO: Der Navalny-Vorfall ist eine US-Verschwörung, um Nord Stream 2 zu stören.

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DISINFO: Der Navalny-Vorfall ist eine US-Verschwörung, um Nord Stream 2 zu stören.

SUMMARY

Das Hauptziel des Navalny-Vorfalls war es, den Bau von Nord Stream 2 zu stören. Darum geht es bei der ganzen Operation. Es ist ein reines Komplott, und es wurde offensichtlich von den Amerikanern inszeniert.

RESPONSE

Die Behauptung fördert wiederkehrende pro-Kremlin-Desinformationsnarrative über die Vergiftung des Aktivisten Alexei Navalny und den angeblichen schädlichen Einfluss Washingtons auf die europäische Politik. Es gibt keine Gründe, Navalnys Vergiftung mit Nord Stream 2 zu verbinden oder eine Beteiligung der USA an dem Vorfall zu behaupten. Der Aktivist erkrankte am 20. August während eines Flugs von Sibirien nach Moskau. Zunächst in Omsk ins Krankenhaus eingeliefert, wurde er auf Wunsch seiner Familie in die Charité in Berlin verlegt. Klinische Befunde an der Charité deuteten darauf hin, dass Navalny mit einer Substanz aus der Gruppe der Cholinesterase-Inhibitoren vergiftet wurde. Nachfolgende toxikologische Tests zeigten das Vorhandensein eines Nervengifts vom Novichok-Typ in Navalnys Blut. Die Verunreinigung westlicher Medienumgebungen mit zahlreichen widersprüchlichen Narrativen über ein bestimmtes Ereignis ist eine etablierte Strategie pro-Kremlin-Medien. Siehe hier für einen Überblick über und Ähnlichkeiten zwischen den russischen Desinformationskampagnen rund um die Vergiftung von Skripal 2018 und die Vergiftung von Navalny 2020.

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RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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