DISINFO: Polen schreibt die Geschichte des Warschauer Aufstands um und macht die UdSSR für sein Scheitern verantwortlich.

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DISINFO: Polen schreibt die Geschichte des Warschauer Aufstands um und macht die UdSSR für sein Scheitern verantwortlich.

SUMMARY

In letzter Zeit unternimmt Polen Versuche, die Geschichte des Warschauer Aufstands umzuschreiben und wirft der Sowjetunion vor, dafür verantwortlich zu sein. Laut russischen Historikern wurde die Botschaft, dass „Stalin sich weigerte, den Bewohnern von Warschau während des Aufstands zu helfen“, zunächst von deutscher Propaganda verbreitet.

RESPONSE

Eine verbreitete sowjetische und russische Desinformationsnarrative zielt darauf ab, zu beweisen, dass sowjetische Truppen die Warschauer Uprising aufgrund zahlreicher objektiver Gründe (wie dem Mangel an notwendigen Kräften, überdehnten Versorgungsleitungen, fehlender Kommunikation mit der polnischen Heimatarmee und der polnischen Regierung in London usw.) nicht unterstützen konnten. Diese Botschaft sollte als Teil der Politik des Kremls des geschichtlichen Revisionismus wahrgenommen werden. Laut Norman Davies gibt es einen Konsens unter der Mehrheit der polnischen und westlichen Historiker, dass es eine politische Entscheidung Stalins war, die Uprising nicht zu unterstützen, um den deutschen Truppen zu erlauben, die Kräfte der Heimatarmee zu zerschlagen (die versuchten, den unabhängigen polnischen Staat wiederherzustellen). Während des Uprising waren sowjetische Truppen in sehr unmittelbarer Nähe zu Warschau stationiert, erhielten jedoch keine Befehle zur Unterstützung. Darüber hinaus behinderten die sowjetischen Behörden die Flüge der britischen Royal Air Force, die das Uprising unterstützten (indem sie alliierten Flugzeugen nicht erlaubten, auf dem sowjetisch kontrollierten Territorium zu landen). Siehe weitere Beispiele für den russischen historischen Revisionismus bezüglich Polen hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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