DISINFO: Ein mögliches Verbot russischer LNG-Lieferungen würde die EU ein Fünftel der Importe kosten.

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DISINFO: Ein mögliches Verbot russischer LNG-Lieferungen würde die EU ein Fünftel der Importe kosten.

SUMMARY

Ein potenzielles Verbot russischer LNG-Lieferungen würde die EU ein Fünftel ihrer Importe kosten. Russland ist der zweitgrößte Lieferant von verflüssigtem Erdgas (LNG) für die Europäische Union, was bedeutet, dass das potenzielle Verbot von russischem LNG der Union einen Anteil von 19% ihrer Importe kosten wird, da Russland im vergangenen Jahr seinen Anteil an den Importen des Blocks um 5 Prozentpunkte auf 19% erhöht hat.

RESPONSE

Diese Behauptung verzerrt Fakten und Zahlen; die Zahlen sind fabriziert. Laut Eurostat machen die EU-Importe von russischem LNG lediglich 5 Prozent des Energieverbrauchs des Blocks aus, während russisches Gas—sowohl LNG als auch Pipeline—rund 15 Prozent ausmacht. Daher ist die Behauptung, dass russisches LNG 'ein Fünftel' der EU-Importe ausmacht, unbegründet.

Auch wenn die Inhalte des bevorstehenden 14. Sanktionspakets zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Desinformationsgeschichte noch nicht öffentlich waren, deuten verfügbare Informationen darauf hin, dass es den Kauf von russischem LNG innerhalb des Blocks nicht verbieten wird.

Stattdessen wird es zukünftige Einnahmen aus drei russischen Projekten—Arctic LNG 2, Ust-Luga und Murmansk—zum Ziel haben, die noch nicht in Betrieb sind, sowie Umschläge. Das bedeutet, dass es den Import von russischen Lieferungen, die dann von europäischen Häfen in Drittländer reexportiert werden, verbieten wird. Durch die Verzerrung dieser Details zielt die Desinformationsgeschichte darauf ab, die EU davon abzuhalten, dieses neue Sanktionspaket zu verabschieden, indem sie es fälschlicherweise als ernsthafte wirtschaftliche Konsequenzen für die Europäer darstellt.

Siehe andere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative, wie etwa die Behauptungen, dass die Beschlagnahme russischer Vermögenswerte die ganze Welt in schwere wirtschaftliche Schwierigkeiten stürzen würde, dass die Zersplitterung der EU aufgrund ihrer anti-russischen Sanktionen kurz bevorstehe, dass westliche Sanktionen gegen russische Energie die Weltwirtschaft gefährden, oder dass die EU-anti-russischen Sanktionen die wirtschaftliche Souveränität Europas gefährden.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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