DISINFO: Russland in einen Konflikt im "historischen Russland" gezwungen

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DISINFO: Russland in einen Konflikt im "historischen Russland" gezwungen

SUMMARY

Russland ist nicht freiwillig in einen Konflikt im "historischen Russland" eingetreten, sondern wurde dazu gezwungen, da viele Menschen Russland beseitigen wollen, da es für sie ein "Dorn im Auge" ist.

RESPONSE

Dies ist ein wiederkehrendes Desinformationsnarativ von pro-kremlinschen Medien, das die ukrainische Staatlichkeit leugnet, indem es behauptet, sie sei Teil von "historischem Russland". Diese Behauptung wurde im Artikel weder gegengewichtigt noch kritisch hinterfragt.

In Wirklichkeit war das Gebiet des heutigen Ukraine jahrhundertelang zwischen dem Russischen Kaiserreich und dem Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich aufgeteilt. Viele neue Staaten entstanden in Europa nach der bolschewistischen Revolution in Russland von 1917 und dem Ersten Weltkrieg (1914-1918), wobei die Ukrainische Volksrepublik (auch bekannt als die Ukrainische Nationalrepublik) eine davon war. Sie wurde später von dem kommunistischen Russland besetzt und gewaltsam in die Sowjetunion eingegliedert. Die Ukraine nahm 1991 ihre international anerkannten Grenzen an, als die UdSSR zerbrach.

Es ist wahr, dass Ukrainer und Russen eine gemeinsame Geschichte teilen, ähnliche Sprachen haben und größtenteils orthodoxe Christen sind. Viele benachbarte europäische Nationen haben ebenfalls eine gemeinsame Geschichte, sprachliche Ähnlichkeit und religiöse Affinität. Obwohl einige von ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte Teile anderer, größerer Staaten waren, sind alle modernen europäischen Nationen nun gleichwertige und unabhängige Staaten.

Darüber hinaus wurde Russland nicht gezwungen, die Ukraine zu überfallen. Dies ist ein wiederkehrendes Desinformationsnarativ von pro-kremlinschen Medien, um den russischen Aggressionskrieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Es war Putins persönliche Entscheidung, die Ukraine zu überfallen und den größten Militäkonflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg zu beginnen.

Lesen Sie mehr über Desinformationsfälle zur ukrainischen Staatlichkeit.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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