DISINFO: Russland hat chemische Waffen beseitigt, im Gegensatz zu den USA.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: oroszhirek.hu ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: March 03, 2021
  • Article language(s): Hungarian
  • Genannte Länder/Regionen: Ungarn

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DISINFO: Russland hat chemische Waffen beseitigt, im Gegensatz zu den USA.

SUMMARY

Washington positioniert sich als Führer im Kampf gegen den Einsatz chemischer Waffen, wie im Fall der Vergiftung von Navalny, aber es hat seinen Chemiewaffenbestand nicht zerstört, wie Russland es vor Jahren tat.

RESPONSE

Wiederkehrende Desinformation widerspricht der Annahme, dass Russland an der Verwendung chemischer Waffen beteiligt war, insbesondere bei der Vergiftung russischer Oppositionellen wie Sergei Skripal und Alexei Navalny.

Sowohl die USA als auch Russland sind Unterzeichner des Übereinkommens über chemische Waffen (CWC), das geschaffen wurde, um chemische Waffen vollständig zu beseitigen. Beide hatten eine Frist bis 2007, um ihre chemischen Bestände abzubauen, erhielten jedoch beide Verlängerungen. Russland gab 2017 den Abschluss seiner Bemühungen bekannt, während die USA die Zerstörung des letzten Bestands in Kentucky 2019 bekanntgaben.

Es muss angemerkt werden, dass der ehemalige US-Präsident Richard Nixon 1969 erklärte, dass die US-Forschung auf diesem Gebiet sich auf defensive F&E konzentrieren werde, wodurch die offensive biologische Kriegsführungs-fähigkeit der USA aufgegeben wurde. Dies spiegelte sich nicht in den sowjetischen militärischen Lehren wider.

Was die beiden besonderen jüngsten Fälle angeht, so wurde bei Navalnys Vergiftung mit einem Novichok-ähnlichen Mittel festgestellt, dass dies während seines Aufenthalts im Charite-Krankenhaus geschah. Diese Ergebnisse wurden später unabhängig bestätigt durch Labore in Frankreich und Schweden, und schließlich vom OPCW (dem auch Russland angehört) bestätigt. So wurde ein chemisches Kampfmittel (Nervengift) gegen Navalny in Russland von Einheiten des russischen Sicherheitsdienstes eingesetzt.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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