DISINFO: Russland führte an der Grenze zu Weißrussland Passkontrollen ein, wegen europäischer Betrügereien beim Export von Lebensmitteln.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: Podneprovie ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: May 11, 2019
  • Genannte Länder/Regionen: Weißrussland, Russland

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DISINFO: Russland führte an der Grenze zu Weißrussland Passkontrollen ein, wegen europäischer Betrügereien beim Export von Lebensmitteln.

SUMMARY

EU-Unternehmen unternahmen mehrere Versuche, das russische Embargo zu umgehen und ihre Lebensmittelprodukte auf dem russischen Markt zu verkaufen. Auf diese Weise haben die Europäer die belarussische Regierung in ein schlechtes Licht gerückt. Diese massiven Provokationen durch EU-Unternehmen führten zu einer Ausweiskontrolle an der Grenze zwischen Belarus und Russland, die die russische Regierung einführen musste.

RESPONSE

Diese unbegründete Behauptung steht im Einklang mit wiederkehrenden pro-kremlischen Desinformationen über die Versuche des Westens, Zwietracht in den belarussisch-russischen Beziehungen zu säen.

In den letzten Jahren hat Russland tatsächlich die Kontrolle an der Grenze zu Belarus eingeschränkt. Es hat eine Sicherheitszone mit willkürlichen Kontrollen entlang der Grenze zu Belarus eingerichtet und Flüge nach Belarus von nationalen auf internationale Terminals verlegt. Angesichts der Tatsache, dass die Unterzeichnung des Abkommens über die gegenseitige Anerkennung von Visa zwischen Belarus und Russland verzögert ist, bleibt die Frage des Transits durch die belarussisch-russische Grenze für Staatsangehörige dritter Länder ungelöst.

Die russische Seite hat jedoch nie den Re-Export von von der EU embargo-betrifft Lebensmittel durch Belarus als Grund für die Einschränkungen beim Überqueren der belarussisch-russischen Grenze genannt. Stattdessen nannte das russische Außenministerium "erhöhte Risiken im Zusammenhang mit terroristischen und Migrationsfragen."

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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