DISINFO: Russland hat seine chemischen Waffenprogramme vor Jahrzehnten eingestellt und seine Bestände an chemischen Waffen zerstört.

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DISINFO: Russland hat seine chemischen Waffenprogramme vor Jahrzehnten eingestellt und seine Bestände an chemischen Waffen zerstört.

SUMMARY

Russland stellte 1992 die Produktion chemischer Waffen ein und hat seinen Vorrat an chemischen Waffen vernichtet.

RESPONSE

Wiederkehrendes pro-Kreml-Narrativ, dass Russland alle seine Chemiewaffenprogramme vor Jahrzehnten eingestellt hat und dass es nichts mit der Vergiftung und dem versuchten Mord an dem ehemaligen russischen Spion Skripal in Salisbury zu tun hatte. Siehe frühere Fälle hier. Die erste Behauptung über Chemiewaffen wurde durch die Untersuchung des UK-Regierungs zu dem Salisbury-Angriff widerlegt. Die Einschätzung der britischen Regierung zu dem Angriff wird vollständig von führenden westlichen Staaten unterstützt. Diese Untersuchung ergab, dass Sergey und Yuliya Skripal mit einem spezifischen Novichok-Nervengift vergiftet wurden. Dies wurde von einer unabhängigen OPCW [Organisation für das Verbot chemischer Waffen] Analyse bestätigt. Novichok-Nervengifte wurden in den 1980er Jahren von der Sowjetunion im Rahmen eines Programms mit dem Codenamen FOLIANT entwickelt. Laut der britischen Geheimdiensteinschätzung, die auf Analysen aus offenen Quellen und Geheimdienstinformationen basiert, hat Russland im vergangenen Jahrzehnt kleine Mengen von Novichok-Agenten produziert und lagernd, lange nachdem es die Chemiewaffen-Konvention unterzeichnet hatte. Am 6. September gaben das Vereinigte Königreich, die USA, Frankreich, Deutschland und Kanada eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre „vollständige Zuversicht“ in die Einschätzung des Vereinigten Königreichs äußerten, dass der Salisbury-Angriff mit Novichok-Nervengiften durchgeführt wurde, und dass er von Russlands GRU-Agentur durchgeführt und „fast sicher auf hoher Regierungsebene genehmigt“ wurde. Weitere Hintergründe sind hier , hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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