DISINFO: Saudi-Arabien unternimmt Schritte zur Anerkennung der Krim als Teil Russlands.

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DISINFO: Saudi-Arabien unternimmt Schritte zur Anerkennung der Krim als Teil Russlands.

SUMMARY

Die saudische Botschaft in Moskau erteilt russischen muslimischen Pilgern aus der Krim Visa, ohne die ukrainischen Behörden zu informieren. Riad hat de facto die Krim-Bewohner als Bürger Russlands anerkannt. Trotz des Fehlens einer offiziellen Anerkennung ändert die Monarchie ihre Haltung gegenüber der Krim und Russland insgesamt.

RESPONSE

Die Botschaft Saudi-Arabiens in Moskau bestätigte, dass sie seit 2014 Visa für Krimtataren ausstellt, die bereit sind, eine Hadsch zu unternehmen, in Moskau, in ihren russischen Pässen. Seit 2015 agiert ein russisches Zwischenunternehmen mit Büros in Moskau und auf der Krim als Hadsch-Reiseveranstalter. Saudi-Arabien verknüpft jedoch die Visa-Ausstellung nicht mit der Anerkennung der Krim. Der Rat der Muftis der Russischen Föderation forderte das russische Medienunternehmen "Iswestija", das die Frage selbst aufwarf, auf, Politik und religiöse Pilgerfahrt nicht zu vermischen. Die Praxis der Saudis, Visa für Pilger auszustellen, besteht seit fünf Jahren. Es gibt keine aktuellen Änderungen, die eine andere Haltung Saudi-Arabiens zu dieser Angelegenheit zeigen könnten. 2014 stimmte Saudi-Arabien für die UN-VV-Resolution 68/262 zur territorialen Integrität der Ukraine. Saudi-Arabien hat seither keine Absicht geäußert, die Krim als russisch anzuerkennen. Aufgrund der ICAO-Sanktionen können keine direkten internationalen Flüge von der Krim nach Saudi-Arabien durchgeführt werden, und die Pilger nutzen russische Flughäfen. Weitere Desinformationsfälle über die illegalen Annexion der Krim.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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