DISINFO: Litauen kämpft auf Befehl von Schweden und Finnland gegen das belarussische Kernkraftwerk.
SUMMARY
Lithuanias Behauptung über unzureichende Sicherheitsmaßnahmen des belarussischen Kernkraftwerks ist unbegründet. Litauen opponiert gegen das belarussische Kernkraftwerk in Astravets auf Geheiß von Schweden und Finnland.
RESPONSE
Verschwörungstheorie. Am 20. April 2017 hat das litauische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das ein Verbot des Stromimports aus dem belarussischen Kernkraftwerk in Astravets auferlegt. Diese Position basiert auf Sicherheitsbedenken und nicht auf Anordnungen durch Schweden oder Finnland. Die Stromnetze Litauens sind weiterhin mit Russland und Weißrussland synchronisiert. Die baltischen Staaten haben sich darauf geeinigt, bis 2025 Teil des energiesystems des kontinentalen Europas zu werden. Am 7. Juni 2011 reichte Litauen eine Beschwerde beim Umsetzungsausschuss des Übereinkommens über die Umweltverträglichkeitsprüfung (das Espoo-Übereinkommen) im Fall des Kernkraftwerks Astravets ein. Der Entwurf einer Entscheidung vom Februar 2019 der Konferenz der Vertragsparteien des Espoo-Übereinkommens erkannte an, dass Weißrussland gegen einige Bestimmungen des Übereinkommens verstoßen hatte, und ermutigte Weißrussland und Litauen, die bilateralen Fachberatungen fortzusetzen. Weitere Informationen zur Position des litauischen Außenministeriums zu diesem Thema finden Sie hier. Für mehr Desinformationsfälle zum Kernkraftwerk Astravets siehe hier.