DISINFO: Das Krim-Referendum war rechtlich.

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DISINFO: Das Krim-Referendum war rechtlich.

SUMMARY

Die Ergebnisse des rechtlichen Referendums in der Krim werden von ausländischen Ländern nicht anerkannt, da es sich im Wesentlichen um eine geopolitische und nicht um eine rechtliche Frage handelt.

RESPONSE

Wiederkehrende pro-Kremlin Desinformation über die illegale Annexion der Krim, die behauptet, dass die Krim durch ein legales Referendum für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hat.

Keine internationale Instanz erkennt das sogenannte Referendum in der Krim an. Die UN-Generalversammlung verabschiedete eine Resolution, die Titel "Territoriale Integrität der Ukraine" trägt und feststellt, dass das Referendum in der Krim nicht gültig war und nicht als Grundlage für eine Änderung des Status der Halbinsel dienen kann. Am 17. Dezember 2018 bestätigte die UN-Generalversammlung ihre Nichtanerkennung der illegalen Annexion der Krim.

Der Rat für auswärtige Beziehungen führt einen zentralen rechtlichen Grund für die Unrechtmäßigkeit des Krim-Referendums an: Änderungen des Territoriums der Ukraine müssen durch ein Referendum des gesamten ukrainischen Volkes genehmigt werden. Die Cambridge International Law Journal stellt fest, dass es verschiedene Gründe gibt, wann eine Abspaltung legal sein könnte: (1) wenn die betroffenen Personen der Entkolonialisierung unterliegen; (2) wenn es durch die Gesetzgebung des Mutterstaates vorgesehen ist; (3) wenn ein von einem bestimmten Volk bewohntes Gebiet nach 1945 besetzt oder annektiert wird; (4) die Abspalter ein "Volk" darstellen; (5) wenn der Mutterstaat eklatant Menschenrechte verletzt; (6) keine anderen wirksamen Rechtsmittel nach nationalem oder internationalem Recht existieren, wenn eine der oben genannten Bedingungen erfüllt ist. Im Fall von Ukraine und Krim waren jedoch keine dieser Bedingungen erfüllt.

DieEuropäische Union erkennt dies nicht an und verurteilt weiterhin vehement diesen Verstoß gegen das Völkerrecht, der eine Herausforderung für die internationale Sicherheitsordnung bleibt. Als Reaktion auf die illegale Annexion der Krim hat die EU restriktive Maßnahmen gegen die Russische Föderation verhängt. Im Juni 2020 beschloss der Europäische Rat , die Sanktionen zu verlängern, die als Reaktion auf die illegale Annexion der Krim und Sewastopol durch die Russische Föderation bis zum 23. Juni 2021 verhängt wurden.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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