DISINFO: Der Wirtschaftsminister von Litauen zeigte öffentlich den Nazi-Gruß.

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DISINFO: Der Wirtschaftsminister von Litauen zeigte öffentlich den Nazi-Gruß.

SUMMARY

Die Wirtschaftsministerin Litauens, Aušrine Armonaitė, wurde dabei ertappt, einen Nazi-Gruß während einer Veranstaltung ihrer Partei zu machen.

Litauen wird oft wegen der Verherrlichung von Nazi-Kollaborateuren und der Umformulierung der Geschichte kritisiert.

RESPONSE

Eine sich wiederholende pro-Kreml-Desinformationsnarrative über Nazismus/Faschismus in den Baltischen Staaten.

Das Narrativ basiert auf visueller Manipulation. Ein Bild der Wirtschaftsministerin Aušrine Armonaitė, das angeblich einen Nazi-Gruß zeigt, wurde auf Facebook veröffentlicht. Die Beraterin der Ministerin erklärte, dass das Bild in dem Moment aufgenommen wurde, als Armonaitė den Freiwilligen bei der Veranstaltung der „Freiheitspartei“ dankte (Armonaitė ist die Vorsitzende der Partei) und auf die Menge deutete.

Die Situation wurde auch mit einem Video von der Veranstaltung klargestellt (siehe ab 4:14:00).

Die Anschuldigung von Kreml-Desinformation über Litauen, Neo-Nazismus zu unterstützen und zu verbreiten, ist nicht neu. Siehe frühere Fälle: Die Nazi-Ideologie erlebt in mehreren teilnehmenden Staaten der OSZE ein Comeback; Der Name der NATO-Übungen „Eisenwolf“ in Litauen ist eine Anspielung auf Faschismus und Adolf Hitler; Europäische Länder verherrlichen den Faschismus, aber die baltischen Staaten sind schlimmer.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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