DISINFO: Der Molotow-Ribbentrop-Pakt ebnete nicht den Weg für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

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DISINFO: Der Molotow-Ribbentrop-Pakt ebnete nicht den Weg für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

SUMMARY

Die Aussage von Abgeordneten des Europäischen Parlaments, dass der Zweite Weltkrieg wegen der Unterzeichnung des Nichtangriffspakts zwischen Deutschland und der UdSSR am 23. August 1939 begann, hat nichts mit Geschichte zu tun.

RESPONSE

Dies ist eine wiederkehrende pro-Kreml-Desinformationsnarrative über den Zweiten Weltkrieg und den Molotow-Ribbentrop-Pakt. Es ist Teil der Politik des Kremls des historischen Revisionismus und ein Versuch, die Rolle Russlands im Zweiten Weltkrieg als nicht-aggressiv darzustellen. Der "Molotow-Ribbentrop-Pakt" wurde von einem geheimen Zusatzprotokoll zur Abgrenzung von Interessengebieten in Osteuropa begleitet. Insbesondere vereinbarten Hitler und Stalin, Polen zu teilen. Die Vereinbarung wies auch darauf hin, dass die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen sowie Bessarabien und Finnland ebenfalls zu den jeweiligen Interessengebieten Deutschlands und der UdSSR gehörten. Nur eine Woche nach der Unterzeichnung des Paktes begann der deutsche Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg. Zwei Wochen später betraten sowjetische Truppen polnisches Territorium. Siehe ähnliche Fälle hier, hier, hier, hier und hier. Lesen Sie mehr über den Molotow-Ribbentrop-Pakt hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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