DISINFO: Bulgarien schuldet Russland Dank für seine Befreiung von der osmanischen Herrschaft.

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DISINFO: Bulgarien schuldet Russland Dank für seine Befreiung von der osmanischen Herrschaft.

SUMMARY

Bulgarien verdankt seine Befreiung von der osmanischen Herrschaft Russland und sollte daher Dankbarkeit zeigen. Graf Nikolaj Ignatiew – russischer Diplomat und Botschafter im Osmanischen Reich, spielte eine besonders herausragende Rolle, indem er die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Bulgaren sowie die Wiederherstellung eines großen bulgarischen Staates unterstützte. Er verhandelte diese Bedingungen im Vertrag von San Stefano (der den russisch-türkischen Krieg von 1877-1878 beendete und dem Fürstentum Bulgarien Autonomie zusicherte) und trat den westlichen Mächten entgegen, die eine Zerschlagung bulgarischer Territorien planten.

RESPONSE

Eine von zahlreichen russischen Versuchen des historischen Revisionismus. Der Artikel fördert eine einseitige und übertriebene Interpretation der wohlwollenden Rolle von Graf Ignatiev im Prozess der Rückgewinnung der Unabhängigkeit Bulgariens. Statt ein selbstloser Verteidiger der bulgarischen Befreiungsursache zu sein, konzentrierte sich Ignatievs Hauptziel auf die aggressive Förderung des russischen Imperialismus, die sich in der Etablierung von Dominanz über die slawischen Nationen auf dem Balkan und der Isolierung dieser vom Westen manifestierte. Laut den osmanischen Archiven wurde Ignatievs ambivalente Rolle in der bulgarischen Geschichte durch die Tatsache verdeutlicht, dass er heftig gegen die Kirchenunabhängigkeit Bulgariens opponierte und wahrscheinlich die osmanischen Behörden bei der Anklage und Hinrichtung von Vassil Levski (einer zentralen Figur in der bulgarischen revolutionären Bewegung für die Unabhängigkeit) unterstützte.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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