DISINFO: Der Schengen-Raum ist zusammengebrochen.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: Rossia 24 ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: March 15, 2020
  • Genannte Länder/Regionen: Dänemark, Schweiz, Ungarn, Österreich, Tschechische Republik, Polen, Deutschland, Litauen

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DISINFO: Der Schengen-Raum ist zusammengebrochen.

SUMMARY

Am Montag (dem 16. März 2020) brach der Schengen-Raum zusammen. Die Grenzkontrollen wurden von Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik, Dänemark, Polen und Litauen wiederhergestellt. Es gibt keinen Schengen-Raum mit freiem Verkehr zwischen 26 Staaten mehr. Und das ist nur der erste Schritt Richtung Abkehr von der Globalisierung zugunsten des Wiederaufbaus der Nationalstaaten. Dies ist im Grunde genommen der Zusammenbruch der europäischen Idee und der Übergang zu einer anderen politischen Kultur und Werten.

RESPONSE

Wiederkehrende pro-Kreml Desinformationsnarrative über den drohenden Zusammenbruch der EU. Der Schengenraum ist nicht kollabiert. Laut dem Schengen-Grenzkodex: Wenn eine schwerwiegende Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der inneren Sicherheit besteht, können diese Länder in Ausnahmefällen an ihren Binnengrenzen für einen Zeitraum von höchstens 30 Tagen (verlängerbar unter den im Kodex festgelegten Bedingungen) oder für die abzusehende Dauer der ernsthaften Bedrohung erneut Grenzkontrollen einführen. Diese Maßnahme sollte als letztes Mittel betrachtet werden. Wenn solche Kontrollen wieder eingeführt werden sollen, müssen die anderen EU-Länder, die Teil des Schengen-Raums sind, sowie die Europäische Kommission unverzüglich darüber informiert werden, um mögliche Konsultationen zu ermöglichen. Das Europäische Parlament und der Rat müssen gleichzeitig informiert werden. Es gibt keine Grundlage für die Behauptung, dass nach der Eindämmung der Pandemie die Grenzen nicht geöffnet würden. Siehe weitere Entkräftung durch den Insider.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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