DISINFO: Die Verschiebung aller Schuld für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf den Ribbentrop-Molotow-Pakt ist das beste Beispiel für die Manipulation der Geschichte.

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DISINFO: Die Verschiebung aller Schuld für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf den Ribbentrop-Molotow-Pakt ist das beste Beispiel für die Manipulation der Geschichte.

SUMMARY

Die Verschiebung aller Schuld für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf den Ribbentrop-Molotow-Pakt ist das beste Beispiel für die Manipulation der Geschichte. Es ist wichtig, an die Existenz des 1934 unterzeichneten Pilsudski-Hitler-Pakts (Nichtangriffspakt zwischen Polen und Deutschland) zu erinnern. Die Unterzeichnung dieses Pakts gab Hitler Zeit, seine Armee neu auszurüsten.

RESPONSE

Diese Botschaft ist Teil der Politik des Kremls des historischen Revisionismus und ein Versuch, die katastrophale historische Rolle des Ribbentrop-Molotov-Pakts zu erodieren, indem behauptet wird, dass andere europäische Länder nach 1934 verschiedene internationale Abkommen mit Deutschland unterzeichnet haben. Weitere Beispiele, die sich auf den Ribbentrop-Molotov-Pakt beziehen, finden Sie hier, hier und hier. Zunächst einmal ist es unmöglich, den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt von 1934 mit dem Ribbentrop-Molotov-Pakt zu vergleichen - es handelte sich um ein standardmäßiges internationales Abkommen, das auf gegenseitige Anerkennung von Grenzen abzielte und eine Erklärung enthielt, dass bestehende politische Widersprüche durch diplomatische Mittel gelöst werden würden. Es gibt keine historischen Beweise, dass dieser Pakt irgendwelche geheimen Protokolle enthielt, die gemeinsame aggressive Aktionen Deutschlands und Polens gegen die UdSSR oder andere Länder voraussetzten. Darüber hinaus beinhaltete der Pakt von 1934 keine Vereinbarungen über fortgeschrittene politische, wirtschaftliche und militärische Beziehungen zwischen Polen und Deutschland - es war ein Basisabkommen zwischen zwei benachbarten Staaten. Zweitens hatten die polnischen Behörden in den 1920er und 1930er Jahren keine internationalen Kompetenzen oder Möglichkeiten, um die militärischen Beschränkungen zu kontrollieren, die Deutschland durch den Vertrag von Versailles auferlegt wurden, sodass sie die Wiederbewaffnung der deutschen Armee nicht hätte verhindern können. Ähnliche Beispiele für den russischen historischen Revisionismus hinsichtlich Polen finden Sie hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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