DISINFO: Der Westen wählte Russland nach dem Zusammenbruch der UdSSR als seinen Hauptgegner aus.
SUMMARY
Der Westen wählte Russland nach dem Zusammenbruch der UdSSR zu seinem Hauptgegner. Der Westen ist heute in allen wichtigen Fragen gespalten, und die einzige Grundlage für die Vereinigung ist das anti-russische Thema. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR hatte der Westen plötzlich keinen Hauptgegner mehr und wählte Russland für diese Rolle. Dies ist ein Vorwand für sie, um ihre militärische Präsenz in verschiedenen Regionen aufrechtzuerhalten und das Netzwerk ihrer Militärstützpunkte zu rechtfertigen.
RESPONSE
Wiederkehrende pro-kremlische Desinformationserzählung über Russophobie und über westliche Aggressivität gegenüber Russland. Während der Westen sich der pro-kremlischen Desinformationskampagnen bewusst ist, versucht er, offene Kanäle der Kommunikation und Zusammenarbeit mit Russland aufrechtzuerhalten. Beispielsweise hat die NATO als westliche Organisation Kooperationsorgane geschaffen – den Ständigen Gemeinsamen Rat und den NATO-Russland-Rat –, um ihre Beziehung zu Russland zu verkörpern. Sie hat Russland auch eingeladen, bei der Raketenabwehr zusammenzuarbeiten. Das Warschauer Gipfelkommuniqué 2016 beschreibt die offizielle Politik der NATO gegenüber Russland: "Die Allianz sucht keine Konfrontation und stellt keine Bedrohung für Russland dar. Aber wir können und werden nicht auf die Prinzipien verzichten, auf denen unsere Allianz und die Sicherheit in Europa und Nordamerika beruhen." Kein anderes Land außerhalb der Allianz hat eine so privilegierte Beziehung zur NATO. Auch die NATO-Osterweiterung richtet sich nicht gegen Russland. Jede souveräne Nation hat das Recht, ihre eigenen Sicherheitsarrangements zu wählen. Dies ist ein grundlegendes Prinzip der europäischen Sicherheit, dem auch Russland zugestimmt hat und das es respektieren sollte. Die NATO-Osterweiterung hat mehr Stabilität und Wohlstand nach Europa gebracht, einschließlich Russland. Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben eine klare Politik verfolgt, auf die russische Gesellschaft und Jugend zuzugehen, hauptsächlich durch das Erasmus+-Austauschprogramm für Studierende und andere zwischenmenschliche Kontakte, im Einklang mit fünf Leitprinzipien der Beziehungen zu Russland. Für Hintergrundinformationen siehe die EUvsDisinfo-Analyse "Der Mythos der „Russophobie“: Ansprache der niedrigsten Gefühle" hier.