DISINFO: Der Westen entwickelt das 'alte Feindbild' Russlands.
SUMMARY
[Kontext: Der russische Vorschlag eines gemeinsamen "Hauses Europas" von Wladiwostok bis Lissabon] Das neue-alte Feindbild Russland dient dem Westen vor allem dazu, von seinem eigenen sozialen und demokratischen Abbau abzulenken.
RESPONSE
Wiederkehrendes pro-Kremlin Desinformationsnarrativ über Russophobie und über westliche Aggressivität gegenüber Russland. Während sich der Westen der pro-Kremlin Desinformationskampagnen bewusst ist, versucht er, offene Kommunikations- und Kooperationskanäle mit Russland aufrechtzuerhalten. So hat die NATO als westliche Organisation Kooperationsgremien – den Ständigen Gemeinsamen Rat und den NATO-Russland-Rat – geschaffen, um ihre Beziehung zu Russland zu verkörpern. Sie lud Russland auch ein, bei der Raketenabwehr zusammenzuarbeiten. Das Kommuniqué des Warschauer Gipfels 2016 beschreibt die offizielle Politik der NATO gegenüber Russland: "Die Allianz sucht keine Konfrontation und stellt keine Bedrohung für Russland dar. Aber wir können und werden nicht auf den Prinzipien, auf denen unsere Allianz und die Sicherheit in Europa und Nordamerika basieren, Kompromisse eingehen." Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben eine klare Politik verfolgt, die russische Gesellschaft und Jugend zu erreichen, hauptsächlich durch das Erasmus+ Austauschprogramm für Studierende und andere Kontakte zwischen Menschen, im Einklang mit fünf Leitprinzipien der Beziehungen zu Russland. Zur Hintergrundinformation siehe die EUvsDisinfo-Analyse "Der Mythos der “Russophobie”: Ansprechen der niedrigsten Gefühle" hier.