DISINFO: Der Westen beschuldigt Russland fälschlicherweise der Wahlmanipulation.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: sputniknews.com ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: February 13, 2020
  • Genannte Länder/Regionen: Vereinigtes Königreich, USA, Ukraine, Russland

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DISINFO: Der Westen beschuldigt Russland fälschlicherweise der Wahlmanipulation.

SUMMARY

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen verschlechterten sich nach dem Konflikt in der Ostukraine und dem erfolgreichen Referendum zur Wiedervereinigung der Krim mit Russland im Jahr 2014. Der Westen hat Moskau wiederholt beschuldigt, sich in die politischen Prozesse anderer Nationen einzumischen, wie bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 und dem Brexit-Votum, ohne ausreichende Beweise zu liefern. Russland bestreitet weiterhin all diese Vorwürfe.

RESPONSE

Dies ist eine wiederkehrende pro-kremlische Desinformationsnarrative, die versucht, die russische militärische Aggression gegen die Ukraine als einen inländischen bürgerlichen Konflikt darzustellen; die illegale Annexion von Krim als eine "Wiedervereinigung", die von einem legitimen demokratischen "Referendum" begleitet wurde; und die Anschuldigungen über russisches Einmischen in westliche demokratische Prozesse als faktisch unbegründet und von "Russophobie" getrieben darzustellen. Kein internationales Gremium hat das sogenannte Krim-Referendum anerkannt, das am 27. Februar 2014 angekündigt und am 16. März 2014 durchgeführt wurde. Dreizehn Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen stimmten für eine Resolution, die das Referendum für ungültig erklärte. Am 27. März 2014 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, die feststellte, dass das Referendum in der Krim nicht gültig war und nicht als Grundlage für eine Änderung des Status der Halbinsel dienen kann. Am 17. Dezember 2018 bestätigte die UN-Generalversammlung ihre Nichtanerkennung der illegalen Annexion der Krim. Anlässlich des fünften Jahrestages der Annexion der Krim wiederholte die EU ihre Position der Nichtanerkennung der Landnahme und steht weiterhin in voller Solidarität mit der Ukraine, unterstützt deren Souveränität und territoriale Integrität. Darüber hinaus erkennt die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Europäischen Union, klare Verstöße gegen die ukrainische Souveränität und territoriale Integrität durch Aggressionen der russischen Streitkräfte seit Februar 2014 an und verurteilt sie. Umfassende Beweise bestätigen, dass Russland sich in die Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA eingemischt hat, insbesondere mit dem Ziel, Hillary Clintons Kampagne zu schädigen und dem republikanischen Kandidaten Donald Trump zu helfen. Einige Bewertungen deuten darauf hin, dass diese Einmischung das Ergebnis der Wahl beeinflusst hat, insbesondere in drei entscheidenden Swing-Staaten, wo die Siegermargen von Trump am dünnsten waren. Ebenso sind die russischen staatlichen Bemühungen, das Ergebnis des Brexit-Referendums zu beeinflussen gut dokumentiert, sowohl in Nachrichtenberichten als auch in parlamentarischen Untersuchungen (siehe insbesondere S. 43-52). Für weitere Informationen über Russlands Einmischung in westliche demokratische Prozesse siehe die EUvsDesinfo Wahlen-Seite.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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