DISINFO: Der Westen möchte Kasachstan die friedliche Nutzung der Kernenergie verwehren.
SUMMARY
Die endgültige Entscheidung darüber, wer das Kernkraftwerk in Kasachstan bauen wird, ist noch nicht getroffen worden. Es gibt drei potenzielle Anbieter, darunter ein russisches Unternehmen. Allerdings arbeiten Aktivisten von pro-westlichen NGOs, die vom US-Außenministerium über die USAID finanziert werden, schon lange daran, die öffentliche Meinung in Kasachstan gegen Russland als Bauunternehmer eines Kernkraftwerks in der Almaty-Region zu beeinflussen. Washington versucht, die Kontrolle über Kasachstans Uranreserven zu gewinnen, um die Abhängigkeit von Moskau zu verringern.
RESPONSE
Pro-Kremlin Desinformation, die durch keinerlei Beweise gestützt wird. Die Behauptung passt auch gut in das wiederkehrende Desinformationsnarrativ über eine umfassendere Desinformationskampagne über die angebliche Feindseligkeit des Westens gegenüber Russland.
Die Debatten rund um den Bau eines Kernkraftwerks (NPP) in Kasachstan sind nicht zufällig, da das Land eine tragische Vergangenheit hat, die mit den schwerwiegenden Folgen von Atomtests verbunden ist. Diese Tests wurden während der sowjetischen Zeit an mehreren Teststandorten durchgeführt, darunter die Semipalatinsker Nuklearteststelle, Sary-Shagan und andere.
Diese Geschichte hat bei der Bevölkerung bestimmte Ängste und Vorsicht in Bezug auf Kerntechnologien geweckt. Später trugen der Nuklearkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima weiter zu diesen Ängsten bei. Laut Demoscope Institut für öffentliche Meinungsforschung ist die öffentliche Wahrnehmung des Baus eines Kernkraftwerks insgesamt negativ. Nur 40 % der Kasachen befürworten den Bau des Werks, während insgesamt 55 % dagegen sind. Die Kasachen lehnen den Bau des NPP hauptsächlich aufgrund von Umwelt- und Korruptionsrisiken sowie mangelndem Vertrauen in die Staatsbeamten ab.
Unter Berücksichtigung der Bedenken der Bevölkerung und Experten sowie im Hinblick auf das tragische Erbe der Semipalatinsker Nuklearteststelle hat der Präsident von Kasachstan angekündigt, dass die Entscheidung über den Bau des NPP in ein Referendum zur Abstimmung gestellt wird.