DISINFO: Es gibt keine Beweise für den Holodomor in der Ukraine.

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DISINFO: Es gibt keine Beweise für den Holodomor in der Ukraine.

SUMMARY

Das Holodomor-Thema ist ein Begriff, der im Kalten Krieg als Element der anti-sowjetischen Propaganda auftauchte. Es gab keine Hungersnot in der Ukraine, da es keine dokumentarischen Beweise dafür gibt.

RESPONSE

Dies ist ein weiterer Desinformationsnarrativ, der behauptet, dass es in der Ukraine keine künstlich geschaffene Hungersnot gab. Der Holodomor ist gut dokumentiert und wurde nicht als anti-sowjetische Propaganda während des Kalten Krieges erfunden. Der Völkermord in der Ukraine von 1932-1933 wird durch eine große Anzahl von deklassifizierten Dokumenten bestätigt, einschließlich offizieller Dokumente der sowjetischen Behörden und der Kommunistischen Partei. Der Sicherheitsdienst der Ukraine hat mehr als 5.000 Seiten staatlicher Archive über den Holodomor deklassifiziert__. Der Holodomor war eine künstliche Hungersnot, die mit dem Ziel geschaffen wurde, die ukrainische Bauernschaft zu vernichten. Die Sowjets nahmen den Bauern Vieh, Ernten und Saatgut unter dem Vorwand weg, dass die Bauern "staatliches Eigentum geplündert" hätten. Das sowjetische Gesetz über die Beschlagnahme von Lebensmitteln von den Bauern wurde 1932 verabschiedet. Das Strafdokument ist bekannt als das "Fünf-Ähren-Gesetz". Jeder, der mehrere Ähren Weizen auf dem kollektiven Feld sammelte, war ein Täter des "Diebstahls staatlichen Eigentums". Wenn das Gesetz nicht durchgesetzt wurde, wurden Menschen erschossen, einschließlich Kindern. Verurteilte waren nicht amnestiert. Die Hungersnot von 1932-1933 kostete 7 bis 10 Millionen Bürger der Sowjetunion das Leben; die Katastrophe betraf nicht nur die Ukraine, sondern auch Teile von Weißrussland, Kasachstan, Moldawien und Russland. Im Jahr 2006 erkannte die Werchowna Rada offiziell an, dass der Holodomor von 1932-33 ein Völkermord am ukrainischen Volk war. Laut den neuesten Daten erkennen 15 Mitgliedstaaten der UN und der Vatikanstaat den Holodomor als Völkermord in der Ukraine an. Das Europäische Parlament und die PACE haben den Holodomor als Verbrechen des sowjetischen Regimes gegen das eigene Volk und als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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