DISINFO: Twitter fand keine russischen Bemühungen, den Brexit zu beeinflussen.

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DISINFO: Twitter fand keine russischen Bemühungen, den Brexit zu beeinflussen.

SUMMARY

Um zu erklären, warum die Briten für den Austritt aus der EU stimmten, wandte sich die Aufmerksamkeit erneut der Rolle russischer Trolls zu. Sogar Twitter begann, den Fall zu untersuchen. Am Ende musste Twitter das britische Parlament informieren, dass es keine Beweise für russische Versuche gefunden hatte, das Ergebnis der Brexit-Abstimmung zu beeinflussen.

RESPONSE

Dies ist eine irreführende Behauptung über die Rolle der russischen Trollaktivitäten auf Twitter rund um das Brexit-Referendum. Sie steht im Einklang mit langjährigen, pro-kremlischen Desinformationsbemühungen, zu leugnen, dass Russland sich in Wahlen eingemischt hat, trotz umfangreicher Beweise für das Gegenteil. Twitter wurde zunächst kritisiert wegen seines Versagens, eine angemessene Antwort auf das parlamentarische Komitee zu geben, das Antworten zu den russischen Desinformationsoperationen während des Brexits suchte. Das bedeutete nicht, dass keine Beweise für russische Bemühungen zur Beeinflussung der Abstimmung gefunden worden waren. Anfang 2018 gab Twitter zu, dass russische Trolls tatsächlich die Brexit-Abstimmung zielten während einer Beweisanhörung mit britischen Abgeordneten, die in die Vereinigten Staaten reisten, um Vertreter großer Technologieunternehmen im Rahmen ihrer Untersuchung zu Fake News zu befragen. Weiterführende Informationen kamen später im Jahr 2018 ans Licht, als Twitter Daten veröffentlichte, die zeigten, dass eine Armee von russischen Trolls tausende von Nachrichten mit dem Hashtag #ReasonsToLeaveEU am Tag der Brexit-Abstimmung gesendet hatte. Diese Armee, die mit der Internet Research Agency (IRA) verbunden war, umfasste ungefähr 3800 Konten. Für weitere Desinformationsfälle über Brexit siehe hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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