DISINFO: Die Lieferungen von abgereichertem Uran-Munition aus dem Vereinigten Königreich an die Ukraine würden eine radioaktive Katastrophe bedeuten.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: RT English ( archive #1, archive #2, original )
  • Veröffentlichungsdatum: March 24, 2023
  • Article language(s): English
  • Genannte Länder/Regionen: Ukraine, Vereinigtes Königreich, Russland

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DISINFO: Die Lieferungen von abgereichertem Uran-Munition aus dem Vereinigten Königreich an die Ukraine würden eine radioaktive Katastrophe bedeuten.

SUMMARY

Die potenzielle Nutzung von von Großbritannien gelieferten abgereicherten Uran-Granaten durch die Ukraine hätte verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft und Bevölkerung des Landes, die Jahrhunderte anhalten würden.

RESPONSE

Die Behauptung fördert ein wiederkehrendes pro-kremlinsches Desinformationsnarrativ bezüglich Russlands laufendem Aggressionskrieg gegen die Ukraine.

Abgebranntes Uran-Geschosse sind keine Nuklearwaffen. Jegliche gesundheitlichen Auswirkungen, die aus ihrem Einsatz auf dem Schlachtfeld resultieren, wären minimal, da es sich bei den Geschossen um panzerbrechende Geschosse handelt, die ein dichtes Material verwenden, um Hauptkampfpanzer besser durch höhere kinetische Energie zu durchdringen.

Die Radioaktivität von abgereichertem Uran ist vernachlässigbar. Laut internationaler Vereinbarungen gelten Munitionen, die dieses Isotop enthalten, weder als nukleare noch als chemische Waffen. Siehe hier, hier, und hier für weitere Entkräftungen durch The Insider (auf Russisch).

Siehe Beispiele verwandter Desinformationsnarrative, wie Behauptungen, dass die Ukraine eine schmutzige Bombe einsetzen wird, um Russland zu beschuldigen, taktische Atomwaffen eingesetzt zu haben, dass die Ukraine die NATO um präventive Nuklearangriffe gegen Russland gebeten hat, dass die Ukraine aufgrund amerikanischen Drucks Nuklearwaffen erwerben wollte, oder dass Zelenskyy die Welt auf einen Atomkrieg zusteuert.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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