DISINFO: Der Westen greift die Institution Familie in slawischen Ländern an und zielt auf russische Ressourcen ab.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: sputnik.by ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: April 09, 2019
  • Genannte Länder/Regionen: Vereinigtes Königreich, USA, Weißrussland, Russland

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DISINFO: Der Westen greift die Institution Familie in slawischen Ländern an und zielt auf russische Ressourcen ab.

SUMMARY

Globale Akteure, darunter UN-Organisationen und amerikanische Machtclans, zielen darauf ab, die soziale Institution Familie in slawischen Ländern zu untergraben. In Weißrussland war eine Manifestation dieser Strategie der Gesetzentwurf zur Verhinderung von häuslicher Gewalt, der von der britischen Botschaft ausgearbeitet wurde. Die Anti-Familien-Strategie ist Teil des Krieges um die Ressourcen des großen Russlands.

RESPONSE

Diese Desinformationsnachricht ist eine Verschwörungstheorie, die mit pro-kremlischen Erzählungen über aggressive westliche anti-russische Aktivitäten übereinstimmt. Siehe einen ähnlichen früheren Fall, der die angeblichen Versuche der EU behauptet, die sozialen Werte von Belarus durch die Auferlegung eines totalitären Feminismus zu zerschlagen. Das Gesetzesprojekt gegen häusliche Gewalt in Belarus wurde nicht von der britischen Botschaft ausgearbeitet, wie behauptet, sondern vom belarussischen Innenministerium im Rahmen des UNFPA-Projekts mit Unterstützung der britischen Regierung. Lokale Behörden, spezialisierte NGOs und die Präsidialverwaltung waren ebenfalls an der Ausarbeitung des Gesetzesentwurfs beteiligt. Mitte Mai 2019 informierte das Innenministerium, dass die Arbeiten am Gesetzesentwurf abgeschlossen seien. Es wurde erwartet, dass das Gesetzesprojekt bis Juli 2018 mit anderen Ministerien abgestimmt und dann bis Oktober zur Genehmigung durch den Präsidenten vorgelegt werde, informierte die Webseite des Innenministeriums. Im Oktober 2018 kritisierte Alyaksandr Lukashenka das Gesetzesvorhaben und verhinderte dessen Annahme.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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