DISINFO: Die USA bedrohen die EU und versuchen, das Nord Stream 2-Projekt zu stoppen.
SUMMARY
Die USA forderten Russland auf, ukrainische Matrosen freizulassen – wenn nicht, wird Russland wachsende „Konsequenzen und Schmerz“ erleiden. In der Tat richten sich die amerikanischen Drohungen an die EU und nicht an Russland. Sie betreffen insbesondere Deutschland und zielen darauf ab, das Nord Stream 2-Projekt zu stoppen.
RESPONSE
Keine Beweise vorgelegt. Wiederkehrende pro-kremlische Narrative über das Asowsche Meer und das Nord Stream 2-Pipelineprojekt.
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Zusammenstoß in der Straße von Kertsch und dem Nord Stream 2-Pipelineprojekt.
Das US-Außenministerium äußerte seine Opposition gegen das Projekt Nord Stream 2, drohte jedoch nicht der EU.
Zum Hintergrund:
Am 25. November beschlagnahmten Grenzschutzboote der russischen FSB-Sicherheitsdienste zwei kleine ukrainische gepanzerte Artillerieschiffe und deren Besatzungen, nachdem sie auf diese geschossen hatten, wodurch mehrere ukrainische Soldaten verletzt wurden. Russland argumentierte, dass sie sich in russischen Gewässern befanden.
Ein bilateraler Vertrag zwischen Russland und der Ukraine, der 2003 unterzeichnet und 2004 von Russland ratifiziert wurde, regelt die Nutzung der Straße von Kertsch und des Asowschen Meeres, das im Vertrag als "Binnengewässer" von sowohl Russland als auch der Ukraine betrachtet wird.
Der Bau der Krim-Brücke erfolgte ohne Zustimmung der Ukraine und stellt einen Verstoß gegen die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine dar. Dies führte parallel zur Militarisierung des Asowschen Meeres zu strengeren Kontrollen des Schiffsverkehrs in der Straße. Die Europäische Union erklärte, dass sie von Russland erwartet, die Inspektionen einzustellen.
Für weitere Berichterstattung siehe Bellingcat, DFRLab und Polygraph.