Verleumdung gegen investigative Journalistinnen und Journalisten
In den letzten Wochen wurden in Finnland und Schweden zwei Strafverfahren wegen Verleumdung und übler Nachrede gegen Journalistinnen und Journalisten eröffnet. Beide betroffenen Reporter sind dafür bekannt, pro-kremlische Desinformationsaktivitäten aufzudecken.
In Finnland wurde die Investigativjournalistin Jessica Aro nach ihrer Berichterstattung über pro-kremlisches Trolling auf finnischen Internetseiten im Jahr 2014 Ziel einer ausgeklügelten internationalen Diffamierungskampagne. Gegen einen Verdächtigen wird nun wegen der Koordinierung der Kampagne gegen Frau Aro ermittelt, während einer ihrer Mitstreiter verdächtigt wird, Informationen über ihren Aufenthaltsort und ihre Aufträge weitergegeben zu haben.
In Schweden wurde der politische Redakteur der Zeitung Hudiksvalls, Patrik Oksanen, in diesem Frühjahr auf Facebook als Krimineller dargestellt, basierend auf der falschen Information, Herr Oksanen sei zuvor wegen Pädophilie inhaftiert gewesen. Wie Aro schreibt auch Herr Oksanen regelmäßig über pro-kremlische Desinformation sowie Einflusskampagnen aus Russland. (http://bit.ly/2dI0P0d, http://bit.ly/2eFLERW, http://bit.ly/2eRivE0).
(Bild: YLE).