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Was ist 2019 nicht passiert?

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2019 geht zu Ende, und was für ein Jahr es war!

Das letzte Jahr der Teenager-Dekade des 21. Jahrhunderts wird als die Zeit in die Geschichte eingehen, in der wir erstmals Fotos von einem schwarzen Loch machten, verlorene Kontinente fanden, Riesenkalmare filmten und nach ein paar Jahren des Ausprobierens die größte Sandburg der Welt bauten.

Aber 2019 war auch voller buchstäblich unglaublicher Ereignisse und unmöglicher Vorhersagen, die sich nicht bewahrheiteten – egal wie sehr die pro-kremlnahen Medien versuchten, uns vom Gegenteil zu überzeugen.

Der beschäftigste Mann auf dem Planeten

Den „Berichten“ der pro-kremlnahen Medien zufolge muss der Finanzier George Soros dieses Jahr der beschäftigste Mann auf dem Planeten gewesen sein. Angeblich musste er gleichzeitig die georgische Kultur und Werte zerstören, die Fäden der moldauischen und ukrainischen Führung ziehen, die Proteste in Rumänien, Russland und Katalonien anheizen, die Grüne Partei in Deutschland sponsoren, um die Nord-Stream-2-Pipeline zu stoppen, und gleichzeitig den österreichischen Kanzler entlassen! Natürlich tat er nichts davon.Weder schaffte er es, in die Planung einer Farbrevolution in den USA noch hineinzupassen, noch finanzierte er „Joker“, den Film als Anleitung für eine solche.

Bei einem derart überfüllten Terminkalender in Europa und Hollywood ist es nicht überraschend, dass George Soros auch Eritrea nicht destabilisiert hat, um massive Migrationsströme nach Europa zu provozieren, keine Propaganda in Venezuela verbreitet hat und ganz bestimmt auch keine Universitätsmauern in Mexiko-Stadt beschmiert hat.

Alles weit oberhalb der Hölle

Wenn ein Mann wie Soros eine derart beeindruckende Liste von Dingen hat, die er nicht getan hat, ist es kein Wunder, dass die pro-kremlnahen Medien ihn mit fast übernatürlichen Fähigkeiten ausstatten – denen des Anti-Christen, komplett mit Tentakeln und dem Papst als seinem Diener! Das nenne ich eine Vorliebe fürs Dramatische! Zum Glück gibt es Grund zur Erleichterung – zumindest hat Papst Franziskus das Christentum dieses Jahr nicht zerstört.

Aber da wir gerade beim Thema Himmel und Hölle sind: Die satanische Neue Weltordnung hat die Kathedrale Notre-Dame nicht niedergebrannt. Und ebenso wenig – nebenbei bemerkt – die Außerirdischen vom Planeten Nibiru.(Aber fair genug, da Wissenschaftler dieses Jahr tatsächlich Wasserdampf auf einem fernen Planeten entdeckt haben, gibt es immer die Möglichkeit dafür in ferner Zukunft).

Satanisten haben Armenien unter dem Deckmantel der Istanbuler Konvention – dem Dokument, das weder die armenische Armee noch die traditionelle Familie zerstört hat – ebenfalls nicht ihre Regeln und Werte aufgezwungen.

Übrigens musste Armenien dieses Jahr auch ohne den Import von 30.000 „LGBT-Personen“ aus dem Ausland auskommen: vielleicht, weil Personen, die sich als schwul identifizieren, Besseres zu tun hatten (zum Beispiel NICHT in die polnische Wahl eingreifen), oder weil der Mann, der laut pro-kremlnahen Medien den Import der „LGBT-Personen“ nach Armenien organisieren sollte – George Soros natürlich! – einfach zu beschäftigt war (siehe oben).

Auch auf der Erde war viel los, da das Lugar-Labor in Georgien weder biologische Waffen produzierte noch braune Stinkwanzen züchtete. Wohlhabende Schwule haben auf einem Jahrmarkt in Brüssel keine tatsächlichen Kinder gekauft und die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat weder den Krieg gegen weiße Männer erklärt noch ist sie zur Prophetin einer neuen totalitären Welle geworden.Stattdessen erklärte das Europäische Parlament den Klimanotstand und die EU-Staats- und Regierungschefs setzten sich auf ihrem Gipfel im Dezember das Ziel, bis 2050 eine klimaneutrale EU zu erreichen.

2019 war auch ein bedeutendes Jahr für die europäische Demokratie. Die Europäische Union weigerte sich hartnäckig zu scheitern, während eine Rekordwahlbeteiligung der Wähler das neue Europäische Parlament wählte. Und das Parlament machte sich sofort an die Arbeit, indem es die Geschichte nicht fälschte, nicht das Dritte Reich repräsentierte, sich nicht mit dem Faschismus verbündete und – zur besonderen Enttäuschung der pro-kremlnahen Medien – seine Entschließungen nicht als ideologische Waffen gegen Russland einsetzte.

Welche Vorsätze auch immer Sie für ein neues Jahr und ein neues Jahrzehnt haben, wir hoffen, dass Sie glücklich bleiben und der Desinformation einen Schritt voraus sind. Frohes 2020!

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RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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