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1.000 und 4.000 Tage, an denen Russland Lebensmittel und Energie als Waffen einsetzt

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Russlands Krieg gegen die Ukraine ist längst über das Schlachtfeld hinausgegangen. Während wir unsere Reihe über pro-kremlische Desinformation und Manipulationen in den letzten 1 000 und 4 000 Tagen des Krieges fortsetzen, zeigen wir auf, wie der Kreml grundlegende menschliche Bedürfnisse – Nahrung und Energie – zur Waffe gemacht hat, um seine imperialen Eroberungspläne voranzutreiben und seine Kriegsmaschinerie zu unterstützen.

Hunger als Waffe

Als Russland seine umfassende Invasion der Ukraine begann, nahm es nicht nur militärische Einrichtungen ins Visier – es griff systematisch die landwirtschaftliche Infrastruktur der Ukraine an, von der Vermienung von Feldern bis hin zur Bombardierung von Getreideterminals und Lageranlagen. Die Strategie des Kremls war eindeutig: Nahrungsmittelunsicherheit als Waffe einzusetzen, indem die globalen Lebensmittelversorgungsketten aus der Ukraine gestört werden, einem der wichtigsten Agrarproduzenten der Welt.

Über Angriffe auf die Infrastruktur hinaus stahl Russland Ernten und landwirtschaftliche Geräte, blockierte ukrainische Häfen im Schwarzen Meer und griff sogar ein von der Türkei betriebenes ziviles Frachtschiff an, das im September 2024 in internationalen Gewässern Weizen nach Ägypten transportierte.

Doch physische Zerstörung allein reichte nicht aus. Der Kreml setzte Desinformationskampagnen ein, um die Schuld für die daraus resultierende globale Lebensmittelkrise von sich abzulenken.Pro-Kreml-nahe Medien verbreiteten falsche Narrative und behaupteten, westliche Sanktionen oder andere Maßnahmen des „Westens“ seien für Lebensmittelknappheit verantwortlich, trotz klarer Ausnahmen für Agrarprodukte in den restriktiven Maßnahmen. Als Russland zivile Getreideschiffe im Schwarzen Meer angriff, lief seine Propagandamaschine auf Hochtouren, um Russland als Verteidiger der Ernährungssicherheit für den Globalen Süden darzustellen.

Der große Frost, der nie eintrat

Der Versuch des Kremls, Energie als politische Waffe einzusetzen, folgte einem ähnlichen Muster. Nachdem 2022 die Gaslieferungen nach Europa gekappt worden waren, prophezeiten pro-kremlnahe Medien einen wirtschaftlichen Zusammenbruch und eisige Winter für EU-Bürger (siehe auch hier). Die Realität erwies sich als ganz anders – Europas schnelle Diversifizierung der Energiequellen und die geschlossene Reaktion zeigten eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.

Pro-Kreml-Propagandisten zeichnen weiterhin ein apokalyptisches Bild einer EU, die aufgrund eines Mangels an russischer Energie an den Rand des Abgrunds gebracht wurde, und sagen den Sturz von EU-Regierungen und sogar den Zerfall der EU selbst voraus.Sie behaupteten, dass ohne russische Energie die Klimaziele der EU zum Scheitern verurteilt seien und europäische Industrien ins Straucheln geraten würden.

Obwohl die Realität ihnen immer wieder das Gegenteil bewiesen hat, setzen russische Propagandisten ihre trügerischen Bemühungen fort, indem sie Geschichten über die Abhängigkeit Europas von russischen Ressourcen weben und gleichzeitig behaupten, dass Sanktionen die EU-Volkswirtschaften zerstören. Der Widerspruch ist frappierend, dient jedoch dem Zweck des Kremls, Zweifel und Spaltung zu säen.

Der Krieg des Kremls gegen Grundbedürfnisse

Die Instrumentalisierung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie Nahrung und Energie offenbart ein breiteres Muster in Russlands Strategie: essentielle Ressourcen als Mittel zur Erpressung zu nutzen und zugleich eine Lawine von Desinformation einzusetzen, um die Verantwortung dafür zu verschleiern. Wie jedoch sowohl die Fälle von Nahrungsmitteln als auch von Energie zeigen, hat die Realität ihre eigene Art, diese Manipulationen offenzulegen. Europa ist nicht erfroren, die globalen Lebensmittelmärkte haben sich angepasst, und die Welt durchschaut zunehmend die zynische Ausnutzung menschlicher Notwendigkeiten durch den Kreml.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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