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Abbildung der Woche: 1/3

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Nur 1 von 3 Russen sagt, dass sie den Nachrichtenprogrammen auf den staatlich kontrollierten Fernsehsendern Pervyi Kanal und Rossiya 1 vertrauen, wie eine aktuelle Umfrage der Stiftung Öffentliche Meinung (FOM) zeigt.

20 Prozent der Russen stellen fest, dass sich in den vergangenen Jahren die Qualität der Nachrichtensendungen auf russischen TV-Kanälen verschlechtert hat. Dies ist ein deutlicher Anstieg der pessimistischen Einschätzung des russischen Fernsehens, denn 2015 glaubten nur 7 Prozent der Russen, dass sich die Qualität von Nachrichten- und Informationssendungen zum Schlechteren wendet.

Laut den Befragten war einer der Hauptgründe für die sich verschlechternde Nachrichtenqualität der Mangel an wahrheitsgemäßen, objektiven Informationen sowie die Fülle an Propaganda und Zensur. Die Menschen waren außerdem unzufrieden mit negativen, unmoralischen Informationen sowie mit mangelnder Vielfalt und Substanz, wobei dieselben Gesichter die Bildschirme dominierten.

Auch die Zahl der Russen, die glauben, dass sich die Qualität der Nachrichten verbessert hat, ist stetig gesunken – von 52 Prozent im Jahr 2016 auf 30 Prozent in diesem Jahr.

Eintrübende Einstellungen

Landesweite TV-Kanäle bleiben die dominierende Nachrichtenquelle in Russland. 47 Prozent der Russen, die fernsehen, erfahren die neuesten Entwicklungen in ihrem Land und im Ausland über den staatlich kontrollierten Pervyi Kanal.Für 43 Prozent ist die wichtigste Nachrichtenquelle Rossiya 1, ein offizieller staatlicher Fernsehsender, dessen Generaldirektor direkt vom russischen Präsidenten ernannt wird.

Allerdings ist das Vertrauensniveau in die Nachrichten auf Pervyi Kanal von 53 Prozent im Mai 2015 auf 33 Prozent im August 2019 gesunken; der Vertrauensverlust bei Rossiya 1 fällt etwas weniger steil aus – von 46 Prozent auf 31 Prozent im selben Zeitraum.

Der Mangel an Vertrauen in Nachrichten auf den staatlich kontrollierten Sendern ist kaum überraschend: Von 6.400 pro-Beispielen von Kreml-Desinformation, die EUvsDisinfo seit 2015 gesammelt hat, stammen mehr als 850 von Pervyi Kanal und Rossiya 1 (oder von Rossiya 24 – dem Schwestersender von Rossiya 1).

Diese staatlich kontrollierten nationalen TV-Sender haben unter anderem behauptet, dass die Mitglieder des Europäischen Parlaments „Russophobie“ nutzen, um ihre politischen Karrieren voranzutreiben; dass Menschen in Frankreich und Deutschland gezwungen werden, sich bei Migranten zu entschuldigen, die sie vergewaltigen und dass britische Militärberater die Ukraine gezwungen hätten, einen Chemieangriff zu inszenieren – und Russland dafür verantwortlich zu machen.

Es gab zudem ein konsequentes Leugnen jeglicher Art russischer Beteiligung an der Salisbury-Vergiftung und am Abschuss des Flugs MH17, begleitet von reichlichVorwürfe von „Russophobie“ im Westen.

Die Ukraine bleibt sowohl auf Pervyi Kanal als auch auf Rossiya 1 (und im Übrigen auch auf anderen föderalen Kanälen) ein ständiger Fixpunkt und ein Ziel für Desinformation. Zuletzt behaupteten Kommentatoren auf Pervyi Kanal , dass NATO-Pläne zum Bau eines Militärstützpunkts auf der Krim zum Maidan geführt hätten (die NATO hatte nie solche Pläne), und dass viele Regionen in der Ukraine davon träumen, Russland beizutreten.

Sehen heißt glauben?

Es wurde bereits berichtet, dass viele Russen Fernsehnachrichten schauen, selbst wenn sie ihnen nicht vertrauen.

Die langfristigen Umfragedaten zeigen nun, dass das russische Fernsehen sein Publikum langsam, aber stetig verliert. Obwohl 85 Prozent der Russen bestätigen, dass sie fernsehen, sank die Zahl der Menschen, die dies jeden Tag tun, von 72 Prozent im Jahr 2015 auf 52 Prozent im August 2019.Die Zahl derjenigen, die angeben, überhaupt keine Fernsehprogramme zu schauen, ist von 2 Prozent im Jahr 2008 auf 13 Prozent im August 2019 gestiegen.

Dennoch schlossen – wie schon 2015 – mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) die Möglichkeit aus, das Fernsehen zugunsten anderer Informationsquellen aufzugeben.

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Zahl der Woche: 5014

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RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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