DISINFO: Nach dem Maidan sollte die Krim eine NATO- oder US-Marinenbasis werden.

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DISINFO: Nach dem Maidan sollte die Krim eine NATO- oder US-Marinenbasis werden.

SUMMARY

Die Amerikaner hatten die Farbrevolution in der Ukraine angestoßen. Nach dem Sieg des Maidan sollte die Krim entweder eine NATO- oder eine amerikanische Marinebasis werden.

RESPONSE

Wiederkehrende pro-Kreml Desinformationsnarrative über Euromaidan und umzingeltes Russland.

Der Euromaidan war eine Folge der Frustration des ukrainischen Volkes über den plötzlichen Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Janukowitsch vom EU-Ukraine-Assoziierungsabkommen. Mehr Fälle zu diesem Thema hier.

Die angeblichen Übergriffe der NATO-Staaten auf die ukrainische Halbinsel gehören zu den häufigsten Desinformationsnarrativen, um die illegale Annexion der Krimzu rechtfertigen.

Die NATO-Osterweiterung ist ebenfalls ein wiederkehrendes pro-Kreml Desinformationsnarrativ. Die NATO "erweitert" sich nicht im imperialistischen Sinne, wie es von der Kremlführung und den russischen Staatsmedien beschrieben wird, sondern berücksichtigt die Anträge von Kandidatenländern, die aus ihrem eigenen nationalen Willen der Verteidigungsallianz beitreten möchten. Die NATO-Osterweiterung ist nicht gegen Russland gerichtet.

Die Behauptung, dass die NATO plante, Schiffe und Raketen auf der Krim zu stationieren, ist Fiktion. Dieser Vorschlag wurde innerhalb der NATO nie gemacht, angedeutet oder diskutiert. In der Erklärung des Nordatlantikrates zur Krim am 18. März 2019 verurteilte die NATO den anhaltenden und umfassenden militärischen Aufbau Russlands auf der Krim und äußerte Besorgnis über Russlands Bemühungen und erklärte Pläne für einen weiteren militärischen Aufstieg in der Schwarzmeerregion.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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