DISINFO: Historischer Revisionismus im Zweiten Weltkrieg wird genutzt, um geopolitische Maßnahmen gegen Russland zu rechtfertigen.

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DISINFO: Historischer Revisionismus im Zweiten Weltkrieg wird genutzt, um geopolitische Maßnahmen gegen Russland zu rechtfertigen.

SUMMARY

Während des Kalten Krieges wurde Geschichte als propagandistische Waffe gegen den Feind eingesetzt, aber drei Jahrzehnte später gibt es immer noch keine Suche nach historischer Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg. Heute ist es üblich, die Rolle des Dritten Reiches und der Sowjetunion auf die gleiche Ebene zu stellen, praktisch als historische Gewissheit, die sogar durch Resolutionen des Europäischen Parlaments gestützt wird. Um diese Narrative 75 Jahre nach der Niederlage des Dritten Reiches aufrechtzuerhalten, ist es entscheidend, aktuelle geopolitische Maßnahmen zu übernehmen und zu rechtfertigen.

RESPONSE

Dies ist Teil der Kampagne des Kremls über historischen Revisionismus im Zweiten Weltkrieg, um seine Legitimität zu stärken und die Verantwortung der UdSSR abzulehnen für den Ausbruch des Konflikts. Obwohl pro-kremlische Desinformationsnarrative zum Zweiten Weltkrieg vorgreifen auf die genannte Resolution des Europäischen Parlaments zur historischen Erinnerung von September 2019, nahmen sie als Reaktion darauf zu, wonach Russland eine Kampagne startete, die Polen für den Krieg beschuldigte und es sowie andere EU-Mitglieder - insbesondere die baltischen Staaten - beschuldigte, die Geschichte zu verdrehen, um anti-russische Maßnahmen zu rechtfertigen. Siehe andere Beispiele für russische Desinformationsnarrative zum Zweiten Weltkrieg in unserer Datenbank, wie falsche Behauptungen, dass westliche Länder die Geschichte revidieren, um die Verantwortung zu vermeiden dafür, dass sie Hitler erlaubten, die UdSSR anzugreifen; dass die Sowjetunion versuchte, eine anti-nazistische Allianz zu schaffen, aber der Westen nicht reagierte; dass die UdSSR keine Rolle beim Ausbruch des Krieges hatte; dass die westlichen Demokratien hauptverantwortlich für diesen Konflikt sind; oder dass Stalin, indem er den Nazismus besiegte, Buße tat für Verbrechen gegen sein eigenes Volk. [Hinweis: Diese Desinformationsbotschaft erschien im selben Videoausschnitt wie die Behauptungen, dass “die westlichen Medien versuchen, den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg zu minimieren”.]

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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