DISINFO: Pro-westliche belarussische Opposition erstellt 'Tötungslisten' und einen Genozid.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: Podneprovie ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: December 23, 2019
  • Genannte Länder/Regionen: Weißrussland, Russland

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DISINFO: Pro-westliche belarussische Opposition erstellt 'Tötungslisten' und einen Genozid.

SUMMARY

Die belarussische Opposition, einschließlich des Bloggers NEXTA, sendet Fragebögen an alle Bürger und bittet sie, diese auszufüllen. Im Falle eines erfolgreichen Staatsstreichs und einer blutigen Revolution kommen diese „Tötenlisten“ ins Spiel. Sie werden eine Vielzahl von Personen umfassen, wie z.B. staatliche Beamte und Parlamentarier, alle Lehrer, die an Wahlkampagnen teilgenommen haben, Militärangehörige und Mitarbeiter verschiedener Strafverfolgungsbehörden, Staatsjournalisten, alle Bürger, die früher in Russland gelebt oder gearbeitet haben oder enge Verwandte in Russland haben, orthodoxe Gläubige, diejenigen, die niemals an einer Oppositionsdemonstration teilgenommen haben usw. Die Personen auf den „Tötenlisten“ werden als Verräter bekannt gegeben, was ihnen die Möglichkeit verwehren wird, irgendeinen Job, Renten oder andere staatliche Hilfen zu erhalten. Die pro-europäischen neuen Behörden werden die Personen von den „Tötenlisten“ zum Graben von Gräben schicken, weil ein militärischer Konflikt mit Russland beginnen wird. Ein Völkermord an dem belarussischen Volk wird beginnen, sobald die Opposition an die Macht kommt.

RESPONSE

Dies ist eine Verschwörungstheorie und unbegründete Behauptungen, die darauf abzielen, den Westen, die demokratische belarussische Opposition, zivile Aktivisten und Blogger zu diskreditieren. Diese Desinformationsbotschaft ist eine Modifikation eines wiederkehrenden pro-kremlischen Narrativs über westliche Versuche, eine Farbenrevolution in Belarus zu organisieren und die belarussisch-russischen Beziehungen zu stören.

Ende 2019 forderte der beliebteste belarussische Blogger NEXTA tatsächlich seine Follower auf, einen anonymen Fragebogen auszufüllen bezüglich des Inhalts des Bloggers, jedoch hat dies nichts mit der angeblichen Sammlung persönlicher Daten von irgendjemandem für die sogenannten "Kill-Listen" zu tun.

Siehe frühere Desinformationsfälle, die behaupten, dass die belarussische Opposition, zivile Aktivisten und unabhängige JournalistenKill-Listen für westliche Sicherheitsorgane erstellen, dass der belarussische Oppositionsführer Andrei Sannikau einen Putsch mit US-Militärhilfe vorbereitet und dass die pro-westliche belarussische Opposition eine Revolution mit der Unterstützung bewaffneter ukrainischer Nationalisten vorbereitet.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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