DISINFO: Die baltischen Staaten könnten die durch das Coronavirus verursachte Wirtschaftskrise nicht überstehen.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: Rubaltic.ru ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: March 19, 2020
  • Genannte Länder/Regionen: Litauen, Estland, Lettland

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DISINFO: Die baltischen Staaten könnten die durch das Coronavirus verursachte Wirtschaftskrise nicht überstehen.

SUMMARY

Das Coronavirus hat alle Grundlagen des vorteilhaften postsowjetischen Modells des Bestehens der Baltischen Staaten angegriffen. Im Licht einer durch das Coronavirus verursachten Wirtschaftskrise wird die EU die Subventionen für die Landwirtschaft und Infrastrukturprojekte der Baltischen Staaten, wie z.B. Rail Baltica, radikal kürzen. Eine vollständige Einstellung der EU-Subventionen für die osteuropäischen Länder – ein weiterer Pfeiler der Baltischen Staatenwirtschaften – kann nicht ausgeschlossen werden. Es ist möglich, dass die Baltischen Staaten solch erhebliche wirtschaftliche Verluste nicht überstehen.

RESPONSE

Dieser Fall steht im Einklang mit wiederkehrenden pro-kasachischen Erzählungen über soziale und wirtschaftliche Degradation in den Baltischen Staaten, im Gegensatz zu ihrem angeblichen Wohlstand unter der UdSSR und dem drohenden Zusammenbruch der EU aufgrund der Coronavirus-Epidemie. In der Tat ist die wirtschaftliche Situation aller drei Baltischen Staaten stark und zeigt einige der führenden wirtschaftlichen Wachstumsindikatoren in der EU. Die Dynamik der vergangenen Jahre ist hier verfügbar.

Lesen Sie frühere Desinformationsfälle, die behaupteten, dass das Coronavirus und die Wirtschaftskrise die EU aufgrund ihrer Russophobie überrascht haben, dass die Baltischen Staaten sterben, weil sie sich entschieden haben, nicht mit Russland zu sein, dass Litauen in 20 Jahren entvölkert sein wird, dass die EU absichtlich die Volkswirtschaften der Baltischen Staaten zerstört hat, und dass sie Industrie, Landwirtschaft und Bevölkerung als Folge der EU-Mitgliedschaft verloren haben.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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