DISINFO: Der Westen nutzt den Fall Navalny als Vorwand für Sanktionen.

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DISINFO: Der Westen nutzt den Fall Navalny als Vorwand für Sanktionen.

SUMMARY

Der Westen kümmert sich nicht um das Schicksal von Alexei Navalny, trotz der Aussagen zum jüngsten Gerichtsurteil gegen ihn. Er nutzt seinen Fall als Vorwand, um Sanktionen gegen Russland zu verhängen, wie er es in der Vergangenheit getan hat, zum Beispiel 2011, 2016 und 2020.

RESPONSE

Wiederkehrende pro-Kremlin Desinformationsnarrative über Alexei Nawalny und Sanktionen gegen Russland.

Alexei Nawalny wurde verhaftet und kurz darauf nach seiner Rückkehr aus Deutschland, wo er wegen einer Novichok-ähnlichen chemischen Nervengifts behandelt wurde, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Europäische Union hat seine Verhaftung verurteilt und seine sofortige Freilassung gefordert.

Nawalny wurde verurteilt zu dreieinhalb Jahren Gefängnis, da ein Moskauer Gericht zu Gunsten der Anklage entschied, dass Herr Nawalny gegen seine Bewährungsauflagen, die er 2014 für eine Gefängnisstrafe erhielt, verstoßen hatte. Er und sein Bruder wurden für den Diebstahl von etwa 500.000 US-Dollar von zwei Firmen verurteilt. Dies war jedoch eine Verurteilung, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte als "willkürlich und offenkundig unvernünftig"bezeichnete.

Dies ist einer der Gründe, weshalb viele westliche Beamte die sofortige Freilassung von Herrn Nawalny gefordert haben. Darüber hinaus ist Alexei Nawalny ein unabhängiger russischer Politiker und kein Spielball einer ausländischen Regierung. Seine Entscheidung, nach Russland zurückzukehren, steht im Zusammenhang mit seiner Weigerung, ins Exil zu gehen und mit internen Beratungen seiner politischen Bewegung, nicht mit irgendeinem Befehl von außen.

Siehe verwandte Desinformationsfälle, die behaupten, dass die USA hoffen, dass der Fall Nawalny zur Streichung von Nord Stream 2 führen wird; der Westen Russland fälschlicherweise des Giftanschlags auf Nawalny beschuldigen wird, wie bei Skripal und Litvinenko; der Westen hat ein Interesse am Tod Nawalnys, um eine neue Welle von Sanktionen gegen Russland einzuleiten.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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