DISINFO: Die USA fördern die 'Balkanisierung' Mexikos, um die wohlhabenden nördlichen Regionen zu annektieren.

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DISINFO: Die USA fördern die 'Balkanisierung' Mexikos, um die wohlhabenden nördlichen Regionen zu annektieren.

SUMMARY

Die secessionistischen Pläne, Mexiko durch die [mexikanische] Oppositionspartei Nationale Aktionspartei (PAN) zu „balkanisieren“, gewinnen an Zugkraft. Gleichzeitig droht der republikanische US-Senator Daniel McCarthy, Mexiko „anzuschließen“, und belebt die Asche von Nueva Vizcaya und der Republik von Rio Grande im 19. Jahrhundert wieder. Seit zwei Jahrzehnten ist die „Balkanisierung“ Mexikos ein strategisches Thema für die USA.

RESPONSE

Es liegen keine Beweise vor, um die Behauptung zu untermauern, außer einem Tweet eines Politikers einer Minderheitenpartei, der sagte, dass der Norden des Landes viel stärker entwickelt sein könnte, wenn er sich von den südlichen armen Regionen Chiapas, Oaxaca und Guerrero befreien könnte. Es ist wahr, dass die Gouverneure der von der Nationalen Aktionspartei regierten Staaten einen Verband gegründet haben, um sich der Politik des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador zu widersetzen, aber es gibt nichts, was auf eine separatistische Bewegung hindeutet, die versucht, die Einheit von Nueva Vizcaya (der ersten Region, die von den spanischen Eroberern im Norden des Vizekönigreichs Neuspanien im 16. Jahrhundert erkundet und besiedelt wurde) oder der kurzlebigen Republik von Rio Grande (einem Sezessionsversuch im 19. Jahrhundert) wiederherzustellen. Auch Senator Daniel McCarthy hat nicht „gedroht“, Mexiko zu annektieren. Obwohl umstritten, war sein Vorschlag, dass wenn so viele Mexikaner US-Bürger werden wollen, sie eine Petition an den Kongress in Washington starten sollten, damit ihre Territorien US-Bundesstaaten werden. Dies ist Teil einer schon lange bestehenden pro-Kreml-Narrativ über die angebliche US-Förderung von Separatismus in verschiedenen Regionen als Mittel zur Destabilisierung rivalisierender Länder, wie der Provinz Santa Cruz in Bolivien oder der ölreichen Region Zulia in Venezuela. Im Fall Mexikos wäre das ins Visier genommene Gebiet das sogenannte Burgos-Becken, reich an Schiefergas, das 2017 für private Investitionen geöffnet wurde. Siehe weitere Beispiele der entsprechenden Desinformationsnarrative hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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